Silber Preis: 5 Prozent Minus auf 83,43 Dollar
Starke US-Inflationsdaten und das Trump-Xi-Treffen drücken den Silberpreis trotz anhaltender Angebotsknappheit auf 83 Dollar.

- Silber fällt um knapp fünf Prozent
- Heiße US-Inflationsdaten belasten
- Trump-Xi-Gipfel sorgt für Unsicherheit
- Angebotsdefizit bleibt strukturell bestehen
Das fundamentale Defizit auf dem Silbermarkt wächst, die industrielle Nachfrage boomt. Dennoch gab der Preis für das Edelmetall am Donnerstag um knapp fünf Prozent nach. Makroökonomischer Gegenwind aus den USA und diplomatische Unsicherheit in Peking überschatten aktuell die strukturelle Knappheit.
Unerwartet heiße Inflationsdaten aus den Vereinigten Staaten haben den Verkaufsdruck ausgelöst. Die Erzeugerpreise kletterten im April so stark wie seit Anfang 2022 nicht mehr. Zeitgleich erreichte die Verbraucherinflation ein markantes Mehrjahreshoch. Marktteilnehmer strichen daraufhin die Hoffnungen auf Zinssenkungen für das laufende Jahr weitgehend aus ihren Büchern. In diesem Umfeld steigender Opportunitätskosten fiel die Feinunze Silber auf 83,43 US-Dollar.
Blick nach Asien
Parallel dazu verfolgen Investoren nervös das diplomatische Geschehen. Das aktuelle Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping in Peking dominiert die Stimmung. Rund 60 Prozent der weltweiten Silbernachfrage stammen aus der Industrie. Der Rohstoff reagiert deshalb extrem sensibel auf mögliche Verschiebungen in den globalen Lieferketten. Erste Meldungen über gesicherte Energiewege am Persischen Golf reichten nicht aus, um den Preisverfall zu stoppen.
Strukturelle Knappheit bleibt bestehen
Abseits der tagesaktuellen Volatilität bleibt der Markt angespannt. Der jüngste Bericht des Silver Institute bescheinigt dem Edelmetall ein anhaltendes Angebotsdefizit. Vor allem der Ausbau von KI-Rechenzentren und die Elektromobilität treiben den physischen Verbrauch.
Die Solarindustrie versucht zwar, den Materialeinsatz durch neue Verfahren zu reduzieren. Kurzfristig lässt sich die hohe physikalische Leitfähigkeit in High-Tech-Sektoren allerdings kaum ersetzen. Das aktuelle Gold-Silber-Verhältnis von rund 55 unterstreicht diese starke industrielle Gewichtung gegenüber der rein monetären Nachfrage.
Charttechnische Marken
Charttechnisch nähert sich der Silberpreis nun einer kritischen Zone. Analysten machen im Bereich von 83 US-Dollar eine wichtige Unterstützung aus. Bricht dieses Level nachhaltig, drohen weitere Abverkäufe. Ein positiver Abschluss des amerikanisch-chinesischen Gipfels bietet hingegen das Potenzial für eine schnelle Erholung in Richtung der 90-Dollar-Marke. Vom Allzeithoch von knapp 122 US-Dollar aus dem Januar ist das Edelmetall ohnehin ein gutes Stück entfernt.
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