Silber Preis: 61,45 US-Dollar zum Schluss
Schwache US-Jobzahlen dämpfen Zinserwartungen und treiben den Silberpreis. Ein strukturelles Angebotsdefizit und charttechnische Faktoren stützen die Erholung.

- Silber schließt bei 61,45 US-Dollar
- US-Arbeitsmarktbericht enttäuscht Erwartungen
- Angebotsdefizit von 46,3 Millionen Unzen
- Kurs bleibt unter 50-Tage-Durchschnitt
Schwache US-Arbeitsmarktdaten schicken den Silberpreis zurück auf Erholungskurs. Nach einem brutalen Ausverkauf im Juni gewinnt das Edelmetall wieder Boden gut. Auslöser ist ein enttäuschender Bericht zu den US-Beschäftigtenzahlen.
Arbeitsmarktbericht bremst Zinserwartungen
Der Freitagsbericht zu den US-Jobzahlen außerhalb der Landwirtschaft für Juni fiel deutlich schwächer aus als erwartet. Die Daten zeigen eine klare Abkühlung am Arbeitsmarkt. Analysten hatten mit stärkeren Zahlen gerechnet.
Die Reaktion an den Märkten folgte prompt. Anleger senkten ihre Erwartungen für einen weiter restriktiven Kurs der Federal Reserve im September. Silber wirft keine Zinsen ab und profitiert deshalb von sinkenden Renditeerwartungen.
Der US-Dollar gab gegenüber anderen Leitwährungen nach. Das macht den in Dollar gehandelten Rohstoff für Käufer aus anderen Währungsräumen günstiger. Die Nachfrage zog entsprechend an.
Am Freitag schloss Silber bei 61,45 US-Dollar, ein Plus von 3,07 Prozent zum Vortag. Auf Wochensicht steht ein Zuwachs von 2,97 Prozent zu Buche.
Strukturelles Defizit stützt den Markt
Abseits der Zinsdebatte bleibt die Angebotslage angespannt. Für 2026 rechnen Marktbeobachter mit einem globalen Silberdefizit von rund 46,3 Millionen Unzen. Es wäre bereits das sechste Jahr in Folge mit einem Nachfrageüberhang.
Die Industrie senkt zwar den Silberverbrauch pro Solarzelle. Parallel dazu treibt der Ausbau von KI-Infrastruktur und Hochleistungschips die Nachfrage nach leitfähigen Materialien an. Das Ergebnis: ein wachsender Bedarf trotz effizienterer Solartechnik.
Silber fällt häufig nur als Nebenprodukt bei der Förderung von Kupfer oder Zink an. Das Angebot kann deshalb kaum schnell auf steigende Nachfrage reagieren.
Charttechnik zeigt noch viel Luft nach oben
Im Juni verlor Silber zeitweise über 20 Prozent an Wert. Die aktuelle Erholung markiert eine wichtige technische Gegenbewegung.
Der Kurs bleibt trotzdem klar unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 71,93 US-Dollar. Der Abstand beträgt 14,56 Prozent. Auch der 200-Tage-Durchschnitt liegt mit 72,96 US-Dollar deutlich höher.
Der RSI von 40,3 zeigt: Von einer überkauften Situation ist der Markt weit entfernt. Die annualisierte Volatilität der vergangenen 30 Tage liegt bei knapp 50 Prozent — ein Hinweis auf die anhaltende Nervosität im Markt.
Seit Jahresbeginn steht für Silber weiterhin ein Minus von 14,96 Prozent zu Buche. Marktbeobachter sehen die erste Juliwoche als entscheidendes charttechnisches Zeitfenster. Hält sich der Kurs über der Unterstützungszone bei 58 US-Dollar, rücken auf der Oberseite Widerstände im Bereich von 70 US-Dollar wieder in den Blick.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 4. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




