Silber Preis: 62,57 Dollar je Unze

Schwache US-Arbeitsmarktdaten treiben den Silberpreis nach oben. Zinssenkungshoffnungen und fallende Ölpreise stützen die Rally des Edelmetalls.

Die Kernpunkte:
  • Silberpreis steigt auf 62,57 Dollar
  • US-Jobwachstum enttäuscht Erwartungen deutlich
  • Zinssenkungswahrscheinlichkeit sinkt auf 50 Prozent
  • Entspannung am Golf drückt Ölpreise

Der Arbeitsmarkt schwächelt, das Edelmetall profitiert. Nach einem monatelangen Abwärtstrend vollzieht Silber eine abrupte Kehrtwende. Innerhalb weniger Tage löste sich der Preis von seinem Siebenmonatstief.

Am Freitag kletterte die Notierung auf 62,57 US-Dollar je Feinunze. Das entspricht einem Tagesplus von knapp drei Prozent. Zuvor war der Markt durch starke Schwankungen aufgefallen.

Auf Monatssicht steht zwar noch ein sattes Minus auf der Anzeigetafel. Langfristig glänzt das Metall jedoch. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnet Silber ein Plus von fast 70 Prozent.

Schwache Jobdaten als Katalysator

Den entscheidenden Impuls lieferte die US-Wirtschaft. Im Juni entstanden lediglich 57.000 neue Stellen. Analysten hatten im Vorfeld mit rund 110.000 neuen Jobs gerechnet. Die Arbeitslosenquote kletterte parallel dazu auf 4,2 Prozent.

Diese Enttäuschung verändert die Zinslandschaft. Händler preisen rasch eine lockerere Geldpolitik ein. Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September fiel von 67 auf rund 50 Prozent.

Fed-Chef Kevin Warsh bestätigte diesen Eindruck. Er beobachtet nachlassende Inflationserwartungen, betont aber weiterhin das Ziel der Preisstabilität.

Entspannung am Golf drückt Ölpreis

Ein weiterer Faktor stützt das Edelmetall indirekt. Fortschritte bei den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran beruhigen die Lage im Nahen Osten. Die kommerzielle Schifffahrt durch die Straße von Hormus erholt sich.

Die Folge: Sinkende Ölpreise. Günstigere Energie dämpft die allgemeine Teuerung. Das nimmt geldpolitischen Druck von der US-Notenbank.

Silber bleibt extrem zinssensibel. Die aktuellen Gewinne fußen maßgeblich auf der Hoffnung einer milderen Federal Reserve. Hält die Schwäche am US-Arbeitsmarkt an, untermauert das den Silberpreis weiter. Stärkere Wirtschaftsdaten würden die jüngste Erholung hingegen abrupt beenden.

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