Silber Preis: Citigroup bestätigt 90-Dollar-Ziel

Citigroup hält an Silberziel von 90 Dollar fest. Investmentnachfrage soll den Rückgang im Solarsektor kompensieren und den Preis stützen.

Die Kernpunkte:
  • Citigroup bestätigt 90-Dollar-Kursziel
  • Solarnachfrage schwächelt, Investoren springen ein
  • Angebotsdefizit von 1,3 Milliarden Unzen
  • Zinsumfeld und Geopolitik als Treiber

Silber bleibt trotz eines kurzfristigen Rücksetzers das Metall mit der größten Anlegerfantasie. Citigroup bestätigte am Mittwoch ihre Prognose von 90,00 US-Dollar je Feinunze auf Sicht von sechs bis zwölf Monaten – die Investmentnachfrage soll demnach die strukturelle Abschwächung im Solarsektor mehr als ausgleichen.

Am Vortag schloss Silber bei 68,63 US-Dollar, ein Minus von 0,5 Prozent. Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von 2,2 Prozent zu Buche, was die grundsätzlich intakte Aufwärtsbewegung unterstreicht.

Solarnachfrage schwächelt, Investoren springen ein

Citigroup hatte bereits am Montag auf eine nachlassende industrielle Nachfrage aus der Photovoltaik-Branche hingewiesen. Materialsubstitutionen und die zunehmende Verbreitung der Back-Contact-Zelltechnologie dämpfen den Silberverbrauch in Solarmodulen. Die Bank sieht darin jedoch kein Argument gegen höhere Preise, da sie den Rückgang durch anziehende Anlagenachfrage für kompensierbar hält.

Diese Einschätzung deckt sich mit den Zahlen des Silver Institute. Der Branchenverband rechnet für das laufende Jahr mit einem anhaltenden Marktdefizit und einem Anstieg der physischen Investmentnachfrage um 20 Prozent, während die industrielle Verarbeitung insgesamt um 2 Prozent sinken dürfte.

Medienberichten zufolge hat sich zwischen 2020 und 2026 bereits ein kumuliertes Angebotsdefizit von 1,3 Milliarden Unzen am Weltmarkt aufgebaut – ein struktureller Faktor, der die Preisfantasie zusätzlich nährt.

Geopolitik und Zinsumfeld als Katalysatoren

Am 13. August hatte Citigroup zudem auf eine mögliche Deeskalation im Konflikt um die Straße von Hormus zwischen September und Dezember als potenziellen Auslöser für eine Outperformance von Silber gegenüber Gold verwiesen.

Am 20. August kam Rückenwind von der Zinsseite hinzu: Interventionen des US-Finanzministeriums am Anleihemarkt drückten die Renditen für US-Staatsanleihen und schwächten den Dollar-Index, was zinslose Anlagen wie Silber attraktiver macht.

Charttechnisch gilt die Marke von 71,50 US-Dollar als entscheidende Hürde, an der sich 200-Tage-Linie und ein Fibonacci-Retracement bei 23,6 Prozent überschneiden. Ein Ausbruch darüber könnte laut Marktbeobachtern den Weg zu Kurszielen von 78,50 und 85,00 US-Dollar ebnen.

Ausblick bleibt bullisch, kurzfristige Schwankungen inklusive

Nach einer einmonatigen Rallye von 56,00 auf knapp 70,00 US-Dollar kam es am Dienstag zu einem Rücksetzer um 1,52 Prozent auf 67,92 US-Dollar – ein Dämpfer, der die grundsätzliche Aufwärtsdynamik aber nicht infrage stellt. Auf Monatssicht liegt Silber mit 17 Prozent klar im Plus.

Die divergierenden Kursziele der Analystenhäuser – von UBS‘ vorsichtigeren 80,00 US-Dollar bis zu älteren, deutlich aggressiveren Marken – zeigen, wie unterschiedlich die Institute das Aufwärtspotenzial einschätzen. Einigkeit besteht jedoch darin, dass das strukturelle Angebotsdefizit und die steigende Investmentnachfrage die Preise mittelfristig stützen dürften, selbst wenn die Solarindustrie als Nachfragetreiber an Bedeutung verliert.

Anzeige

Silber Preis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 26. August liefert die Antwort:

Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Silber Preis