Silber Preis: Das kostet Kraft!

Silber kostet aktuell 76,43 Dollar je Feinunze — rund 35 Prozent unter dem Januar-Hoch von 116,89 Dollar. Das Edelmetall erholt sich, aber zwei Faktoren halten die Kurse in Schach: ein möglicher Kurswechsel an der Fed-Spitze und ein anhaltender Krieg im Nahen Osten.

Kevin Warsh und das Fed-Risiko

Die wichtigste Weichenstellung der Woche kommt aus Washington. Der Senat stimmt voraussichtlich ab dem 11. Mai über Kevin Warsh als neuen Fed-Chef ab. Warsh gilt als Gegner von Quantitative Easing und bevorzugt einen starken Dollar. Beides drückt tendenziell auf Edelmetallpreise.

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Bereits seine Nominierung Ende Januar löste einen scharfen Rückgang aus. Silber fiel damals um mehr als 30 Prozent vom Rekordhoch. Wird Warsh bestätigt, leitet er wahrscheinlich das nächste FOMC-Treffen am 16. und 17. Juni.

Das jüngste Zinstreffen sendete indes ein ungewöhnliches Signal. Die Fed hielt den Leitzins bei 3,5 bis 3,75 Prozent — aber vier von zwölf Mitgliedern stimmten abweichend. Gouverneur Stephen Miran forderte eine Senkung um 25 Basispunkte. Drei weitere Mitglieder lehnten den lockerungsorientierten Ton des Statements ab. Das Ergebnis: ein 8-zu-4-Votum, das selten so deutlich gespalten war.

Öl bei 100 Dollar, Hormuz geschlossen

Der Iran-Konflikt belastet Silber auf einem anderen Weg. Seit Kriegsbeginn ist der Preis um 18 Prozent gefallen. Die Straße von Hormuz bleibt geschlossen, WTI-Öl pendelt um 100 Dollar. Steigende Energiepreise treiben die Inflation — und machen Zinssenkungen unwahrscheinlicher.

Das FOMC-Statement erwähnte explizit, dass „Entwicklungen im Nahen Osten zu einem hohen Maß an Unsicherheit über die Wirtschaftsaussichten beitragen.“ Gespräche zwischen Washington und Teheran gibt es weiterhin nicht.

Strukturelle Nachfrage bleibt intakt

Trotz des Gegenwinds bleibt das Angebot-Nachfrage-Bild für Silber angespannt. 2026 markiert das sechste Jahr in Folge mit einem globalen Angebotsdefizit. Über 50 Prozent der Nachfrage entfallen auf Industrie — Solar, Elektrofahrzeuge, Rechenzentren. Industriell genutztes Silber wird verbraucht, nicht recycelt.

Solarphotovoltaik machte 2024 fast 29 Prozent der industriellen Silbernachfrage aus. Zum Vergleich: 2014 waren es rund 11 Prozent. Der Bergbau hält nicht Schritt, weil Silber überwiegend als Nebenprodukt der Kupfer- und Zinkförderung anfällt.

J.P. Morgan erwartet für 2026 einen Jahresdurchschnittspreis von 81 Dollar je Unze. Ob das reicht, hängt davon ab, ob die Fed unter Warsh überhaupt zu Zinssenkungen bereit ist — und wie lange der Konflikt im Nahen Osten die Energiemärkte in Atem hält. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 78,33 Dollar; Silber notiert knapp darunter. Das nächste klare Signal kommt mit der Senatsabstimmung Mitte Mai.

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