Silber Preis: Fed-Entscheid am 17. September erwartet

Silber erholt sich nach dem Rückgang Anfang September, während Zinsen, Dollar und geopolitische Risiken den Markt weiter beeinflussen.

Die Kernpunkte:
  • Silber verliert 2,9 Prozent
  • Fed-Signale lösen Gegenbewegung aus
  • Zinsentscheid am 17. September
  • Angebotsseite bleibt ohne neue Impulse

Geopolitische Risiken prägen das Marktumfeld

Geopolitische Spannungen im Nahen Osten und wechselhafte Vorgaben von den Devisenmärkten prägen die jüngste Entwicklung am Silbermarkt. Schwankende Renditen und ein uneinheitlicher US-Dollar sorgten in den vergangenen Wochen für spürbare Ausschläge bei Edelmetallen.

Gleichzeitig dient Silber vielen Marktteilnehmern in unruhigen Phasen als sensibler Indikator. Die Gemengelage aus Sicherheitsbedürfnis und Zinsunsicherheit hinterlässt dabei deutliche Spuren im Handelsverlauf.

Deutliche Ausschläge seit Monatsbeginn

Bereits Anfang des Monats geriet die Notierung unter Druck. Laut Reuters sank der Silberpreis am 2. September um 2,9 Prozent auf 64,57 US-Dollar je Feinunze. Verantwortlich dafür waren vor allem anziehende Renditen und ein festerer US-Dollar.

Der Rücksetzer galt am Markt als zwischenzeitliche Korrektur im Edelmetallsektor. Marktteilnehmer passten ihre Positionen an die veränderten Zinserwartungen an. Höhere Anleiherenditen steigern typischerweise die Opportunitätskosten der zinslosen Edelmetallhaltung.

Auch die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten blieben ein ständiger Faktor für die Anleger. Die Lage sorgte für ein fortwährendes Tauziehen zwischen Sicherheitsüberlegungen und makroökonomischen Einflüssen.

Erholung und anstehende Zinsbeschlüsse

Gestern setzte schließlich eine Gegenbewegung ein. Fed-Signale trieben gestern den Silberpreis, während Anleger die nächsten geldpolitischen Schritte abwarteten.

Mit Blick auf die Zinsaussichten richtet sich das Augenmerk nun auf die Veröffentlichung der Zinsentscheidung des Federal Open Market Committee am 17. September. Die Beschlüsse der US-Notenbank gelten unter Marktteilnehmern als zentraler kurzfristiger Faktor für die weitere Nachfrage nach Edelmetallen.

Ruhe an der Angebotsseite

An den Terminmärkten lag der Schlusskurs am Dienstag bei 64,19 US-Dollar je Feinunze. Damit notiert der Wert um 0,6 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 63,77 US-Dollar.

Auf der Angebotsseite blieben neue Impulse zuletzt aus. Weder seitens der Minengesellschaften noch durch offizielle Lagerberichte wurden nennenswerte Veränderungen bei Fördermengen oder Produktion gemeldet. Die Preisbildung bleibt damit vorerst an die Zinsentwicklung und die geopolitischen Rahmenbedingungen gebunden.

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