Silber Preis: Gegenbewegung nach Rutsch auf 58,50

Nach einem Rückgang um rund 10 Prozent binnen 30 Tagen erholte sich Silber, bleibt kurzfristig jedoch unter Druck.

Die Kernpunkte:
  • COMEX-Silber schloss bei 61,11 US-Dollar
  • Kursplus von 2,8 Prozent am Vortag
  • 30-Tage-Verlust beträgt rund 10 Prozent
  • US-Inflationsdaten erscheinen am 14. Oktober

Im Umfeld nachgebender US-Anleiherenditen und eines schwächeren US-Dollars hat der Silberpreis gestern um 2,8 Prozent zugelegt. Der COMEX-Front-Month schloss den Handelstag bei 61,11 US-Dollar je Feinunze ab. Damit konnte das Edelmetall die Verluste der vorangegangenen Sitzungen vorerst stoppen und eine deutliche Gegenbewegung einleiten.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters stützte die Entlastung an den Devisen- und Zinsmärkten die Notierungen bei den Edelmetallen. Zuvor hatten Marktteilnehmer die Zinsaussichten mit Zurückhaltung bewertet. Das vor gut einer Woche diskutierte Protokoll der US-Notenbank hatte das Risiko einer weiteren Zinsstraffung im Raum gehalten und Silber über mehrere Tage hinweg spürbar belastet.

Gegenbewegung nach deutlichem Rücksetzer

Noch am Vortag der Erholung hatte sich das Bild deutlich trüber dargestellt. Das Analysehaus Sucden Financial berichtete, dass Silber zwischenzeitlich unter die Marke von 59 US-Dollar auf 58,5 US-Dollar je Feinunze gerutscht war. Belastet wurde das Metall zu diesem Zeitpunkt vor allem von hohen Renditen sowie einer Schwäche im Segment der Industriemetalle.

Trotz der gestrigen Erholung bleibt das übergeordnete Bild kurzfristig angeschlagen. Innerhalb der vergangenen 30 Tage büßte der Silberpreis rund 10 Prozent ein. Industrielle Nachfragesorgen und verhaltene Tendenzen am Rohstoffmarkt bremsten eine nachhaltige Trendwende bislang aus.

Hürden auf dem Erholungspfad

Praveen Singh, Rohstoffchef bei Mirae Asset Sharekhan, sieht das Metall kurzfristig in einer Spanne von 58 bis 61 US-Dollar je Feinunze gehandelt. Als ersten Zwischenwiderstand nannte Singh die Marke von 60 US-Dollar, während die nächste größere Hürde bei 64,50 US-Dollar liege. Als anhaltenden Gegenwind führte der Experte neben dem Zinsumfeld auch geringere Zuflüsse in börsengehandelte Fonds sowie zunehmende Lagerbestände an.

Neue Richtungsimpulse zeichnen sich zur Wochenmitte ab. Am 14. Oktober veröffentlicht das US Bureau of Labor Statistics die Verbraucherpreisdaten für September. Von diesen Inflationszahlen erhoffen sich Marktteilnehmer entscheidende Hinweise auf den weiteren Zinskurs der US-Notenbank.

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