Silber Preis: Tiefstand seit Dezember 2025
Der Silberpreis stabilisiert sich über 59 Dollar, nachdem geopolitische Spannungen und Inflationsängste den Kurs auf den tiefsten Stand seit Dezember 2025 gedrückt hatten.

- Silberpreis erholt sich auf über 59 Dollar
- Kursrutsch durch Nahost-Eskalation ausgelöst
- Fed-Protokolle deuten auf Zinserhöhung hin
- Industrienachfrage bleibt sensibel für Konjunktur
Der Silberpreis fängt sich nach einem turbulenten Handelstag. Am Donnerstag zogen die Notierungen im Morgenhandel wieder auf über 59 US-Dollar je Unze an. Zuvor war das Edelmetall massiv unter Druck geraten. Der Kurs stürzte am Mittwoch zeitweise auf 57,56 Dollar ab. Das markiert den tiefsten Stand seit Dezember 2025.
Auslöser für den Kursrutsch war eine plötzliche Eskalation im Nahen Osten. US-Präsident Donald Trump erklärte ein vorläufiges Friedensabkommen mit dem Iran für beendet. Auf dem NATO-Gipfel in Ankara warnte er drastisch vor weiteren Angriffen. Die geopolitische Zuspitzung treibt unweigerlich die Ölpreise nach oben.
Das löst eine gefährliche Kettenreaktion aus. Teures Öl schürt sofort neue Inflationsängste an den Märkten. Höhere Teuerungsraten rufen wiederum die Notenbank auf den Plan. Steigende Zinsen belasten zinslose Anlagen wie Silber schwer. Hinzu kommt eine fundamentale Besonderheit des Metalls. Etwa 58 Prozent der Nachfrage stammen aus der Industrie. Sektoren wie Solar oder Halbleiter reagieren extrem sensibel auf wirtschaftliche Unsicherheit.
Gespaltene US-Notenbank
Ein Blick auf die Federal Reserve liefert weiteren Zündstoff. Die neu veröffentlichten Protokolle unter dem Vorsitzenden Kevin Warsh offenbaren einen tiefen Riss. Der Leitzins bleibt vorerst bei 3,50 bis 3,75 Prozent. Allerdings erwarten neun der achtzehn Fed-Mitglieder mindestens eine Zinserhöhung bis zum Jahresende.
Der Terminmarkt reagiert prompt auf diese interne Spaltung. Inzwischen preisen Händler eine Wahrscheinlichkeit von 66 Prozent für einen Zinsschritt im September ein. Vor wenigen Tagen lag dieser Wert noch spürbar niedriger. Höhere Zinsmargen treiben die Realrenditen an und entziehen dem Silbermarkt Kapital.
Extreme Volatilität
Trotz der leichten Erholung notiert Silber weit unter seinem Rekordhoch. Der Abstand zum Januar-Spitzenwert von gut 121 Dollar beträgt beachtliche 52 Prozent. Auf Monatssicht verbucht das Edelmetall ebenfalls deutliche Verluste.
Im Jahresvergleich glänzt das Metall indes weiterhin. Seit Jahresbeginn steht noch immer ein sattes Plus von mehr als 100 Prozent auf der Anzeigetafel. Auch das Gold-Silber-Ratio spiegelt die anhaltend hohe Bewertung wider. Das Verhältnis pendelte sich am Donnerstag bei rund 69 ein.
Die Richtung für die kommenden Wochen hängt nun an zwei klaren Faktoren. Händler warten auf die konkreten Zinsschritte der Fed für 2026 und werten die militärische Nachrichtenlage im Nahen Osten aus. Solange die Inflationsrisiken durch steigende Energiekosten hoch bleiben, hält die Volatilität am Silbermarkt an.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 9. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




