Silber Preis: UBS halbiert Defizit-Prognose auf 70 Millionen Unzen
Silber fällt auf 76 Dollar zurück, nachdem US-Inflationsdaten Zinssenkungshoffnungen zunichtemachen und UBS Angebotsprognose senkt.

- Silberpreis fällt um über zehn Prozent
- US-Inflationsdaten dämpfen Zinssenkungserwartungen
- UBS senkt Prognose für Angebotsdefizit
- Großbanken mit stark abweichenden Kurszielen
Der Silbermarkt erlebt eine abrupte Korrektur. Innerhalb weniger Tage hat das Edelmetall seine jüngsten Gewinne vollständig ausradiert. Zwei fundamentale Schocks treffen die Notierungen hart: schwindende Zinshoffnungen in den USA und eine drastische Neubewertung der globalen Angebotssituation.
Am Freitag brach der Silberpreis um über zehn Prozent auf 76,34 US-Dollar ein. Damit beschleunigt sich die jüngste Talfahrt rasant. Vom Rekordhoch im Januar hat sich das Edelmetall mittlerweile um rund ein Drittel entfernt.
Zinsschock und Prognose-Hammer
Auslöser des Ausverkaufs waren überraschend heiße US-Inflationsdaten. Die Verbraucherpreise stiegen im April um 3,8 Prozent und übertrafen die Erwartungen. Die Finanzmärkte reagierten prompt. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der US-Notenbank im Juni kollabierte innerhalb weniger Stunden auf unter acht Prozent.
Parallel dazu revidierte die Schweizer Großbank UBS ihre Marktprognose fundamental. Die Analysten strichen ihre Schätzung für das globale Angebotsdefizit im laufenden Jahr drastisch zusammen. Statt der bisher erwarteten 300 Millionen Unzen rechnen sie nur noch mit einer Lücke von maximal 70 Millionen Unzen.
Die Gründe für diese massive Anpassung liegen auf beiden Marktseiten. Die UBS-Strategen verweisen auf eine schwächere Nachfrage aus der Photovoltaik-Industrie sowie Rückgänge bei Schmuck und Besteck. Auf der Angebotsseite drückt eine stabile Minenproduktion auf die Preise, während Investoren parallel Kapital aus börsengehandelten Silber-Fonds abziehen.
Gespaltene Wall Street
Im Hintergrund schwelt weiterhin der Nahost-Konflikt als permanenter Inflationstreiber. Die anhaltende Schließung der Straße von Hormuz treibt die US-Erzeugerpreise nach oben. Diese geopolitische Prämie stützt zwar einerseits Rohstoffe, zwingt die Notenbanken aber andererseits zu einer restriktiven Geldpolitik.
Diese fundamentale Unsicherheit spiegelt sich in historisch weit auseinanderklaffenden Prognosen der Großbanken wider. Für den Jahresdurchschnitt oder das zweite Halbjahr 2026 ergeben sich völlig unterschiedliche Kursziele:
- J.P. Morgan: 81 US-Dollar
- Goldman Sachs: 85 bis 100 US-Dollar
- Citigroup: 110 US-Dollar
Die nächste Richtungsentscheidung steht bereits im Kalender. Am 16. und 17. Juni trifft sich die US-Notenbank zu ihrer nächsten Zinssitzung. Der dann veröffentlichte „Dot Plot“ mit den aktualisierten Zinsprojektionen der Fed-Mitglieder wird den neuen geldpolitischen Rahmen für den Silberpreis abstecken.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 16. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




