Silber Preis: Unter 64 Dollar vor Inflationsdaten

Silber fällt unter 64 US-Dollar und nähert sich der überverkauften Zone. Der physische Markt zeigt sich trotz Abverkauf robust.

Die Kernpunkte:
  • Kursrutsch unter wichtige Marke
  • Angst vor Zinserhöhung treibt Verkauf
  • Charttechnik signalisiert weitere Verluste
  • Physische Nachfrage bleibt stark

Die physische Nachfrage boomt, aber an den Finanzmärkten regiert die Panik. Silber erlebt einen massiven Ausverkauf und durchbricht eine wichtige psychologische Marke. Anleger flüchten vor den anstehenden US-Inflationsdaten aus dem zinslosen Edelmetall.

Zinsangst drückt den Kurs

Der Preis für eine Feinunze fiel am Mittwoch um über zwei Prozent. Damit rutschte Silber unter die Marke von 64 US-Dollar. Auslöser ist die nackte Angst vor der US-Notenbank. Am Nachmittag veröffentlicht Washington die neuen Verbraucherpreise. Analysten erwarten einen Inflationssprung auf 4,2 Prozent.

Das wäre der höchste Stand seit drei Jahren. Die Folge: Spekulationen über weiter steigende Zinsen kochen hoch. Laut dem FedWatch Tool preist der Markt inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von über 70 Prozent für eine Zinserhöhung bis Jahresende ein.

Parallel dazu klettern die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen. Das macht zinslose Anlagen wie Edelmetalle für Investoren extrem unattraktiv.

Charttechnik signalisiert Gefahr

Der aktuelle Rutsch beschleunigt eine historische Talfahrt. Seit dem Allzeithoch im Januar hat das Edelmetall fast 48 Prozent an Wert verloren. Damals kostete die Unze noch rund 121 US-Dollar.

Technisch sieht das Bild mittlerweile düster aus. Der Kurs riss die wichtige 200-Tage-Linie ungebremst nach unten. Marktbeobachter sehen nun Platz bis zu den März-Tiefs bei etwa 61 US-Dollar.

Der Relative-Stärke-Index notiert bei 31. Er steht damit kurz vor der überverkauften Zone. Das unterstreicht den massiven Verkaufsdruck der letzten Tage.

Physischer Markt entkoppelt sich

Ironischerweise befeuern geopolitische Krisen den Abverkauf. Raketenangriffe zwischen dem Iran und Israel treiben die Ölpreise nach oben. Teures Öl heizt die Inflation an. Das zwingt die US-Notenbank, die Zinsen oben zu halten.

Physisch sieht die Welt völlig anders aus. Das Silver Institute rechnet für das laufende Jahr mit dem sechsten Marktdefizit in Folge. Die Industrie saugt das Material für Künstliche Intelligenz und Solaranlagen regelrecht auf.

In China zahlen Käufer am Spotmarkt bereits Aufschläge von über zehn Prozent auf den Weltmarktpreis. Papier- und physischer Markt driften massiv auseinander.

Fällt die US-Inflation am Nachmittag höher aus als erwartet, droht dem Silberpreis der direkte Test der 61-Dollar-Marke. Ein schwächerer Preisauftrieb könnte den Verkaufsdruck hingegen stoppen und eine Gegenbewegung auslösen.

Anzeige

Silber Preis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 10. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Silber Preis