Siltronic Aktie: Analysten dämpfen Erwartungen

AlphaValue korrigiert die Gewinnschätzung für Siltronic 2026 nach unten. Grund sind belastende Lagerbestände in der Lieferkette, die die Margenentwicklung dämpfen.

Die Kernpunkte:
  • Gewinnprognose für 2026 wurde gesenkt
  • Lagerbestände der Kunden belasten Margen
  • Kontrast zur Euphorie bei Halbleiterherstellern
  • Aktie verlor zuletzt an Wert

Während der Halbleitermarkt von der KI-Welle befeuert wird, erhält ein wichtiger Zulieferer eine Dämpfer. Die Analysegesellschaft AlphaValue hat ihre Gewinnprognose für die Siltronic AG für 2026 gesenkt. Der Grund liegt nicht in einer schwachen Nachfrage, sondern in den Lagerbeständen der Kunden – ein klassisches Phänomen in der Lieferkette.

Die Gründe für die Prognosekorrektur

AlphaValue passte sein Bewertungsmodell am Freitag an. Konkret senkten die Analysten ihre Schätzung für den Gewinn je Aktie (EPS) im Geschäftsjahr 2026. Als Hauptgrund nennen sie die aktuelle Situation bei den Lagerbeständen („Inventory“), die die Margenentwicklung kurzfristig belasten dürfte. Die Anpassung erfolgte im Nachgang zum jüngsten Capital Markets Day des Unternehmens, bei dem auch die Prognose für die Abschreibungskosten 2025 präzisiert wurde.

Diese Nachricht steht in starkem Kontrast zur allgemeinen Markteuphorie. Am selben Handelstag feierten Halbleiterunternehmen wie Micron Technology (+10,45%) und der Ausrüster ASML (+8,85%) massive Kursgewinne, angetrieben von der KI-Nachfrage.

Die Fakten im Überblick:
* Ereignis: Analysehaus AlphaValue senkt EPS-Prognose für Siltronic für 2026.
* Hauptgrund: Belastung durch Lagerbestände („Inventory“) in der Lieferkette.
* Marktkontext: Starke Gegenbewegung bei Halbleiterherstellern und -ausrüstern.

Das Spannungsfeld in der Lieferkette

Die Diskrepanz erklärt sich durch Siltronics Position am Anfang der Wertschöpfungskette. Das Unternehmen stellt Siliziumwafer her, die Grundlage für alle Chips. Während Fertiger wie Micron mit Hochleistungsspeichern für KI-Anwendungen volle Auftragsbücher haben, scheinen deren Wafer-Lager noch gut gefüllt zu sein oder sich der Produktmix zu verschieben. Dieser sogenannte „Bullwhip-Effekt“ sorgt dafür, dass Zulieferer wie Siltronic Aufschwünge verzögert und Lagerkorrekturen der Kunden unmittelbar spüren.

Langfristig bleibt das Wachstumsumfeld für die Branche intakt, angetrieben von Trends wie Elektromobilität und KI. Kurzfristig steht die Siltronic-Aktie jedoch im Spannungsfeld zwischen dieser spezifischen Prognosekorrektur und dem Sog des Tech-Sektors. Die Aktie notierte zuletzt bei 51,00 Euro und hat in der vergangenen Woche etwa 7% verloren. Der weitere Kursverlauf wird maßgeblich davon abhängen, wie schnell der Lagerabbau in der Kette voranschreitet.

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