Siltronic: Einsparungen sorgen für kräftigen Gewinnanstieg

Während die Muttergesellschaft Wacker Chemie trotz eines starken Quartalsergebnisses heute mit der Aktie deutlich unter Druck geraten ist, liefert Siltronic nach seinem Jahresergebnis das direkte Kontrastprogramm. Denn die Aktie liegt deutlich vorne, nachdem man sowohl beim Umsatz als auch der Marge die eigenen Erwartungen übertroffen hat.

Für das zurückliegende Geschäftsjahr meldete der Wafer-Hersteller dank höherer Einsparungen einen kräftigen Anstieg beim operativen Gewinn. Das EBITDA konnte sich 2016 um 18 % auf 146 Millionen Euro verbessern. Daraus ergab sich eine vorläufige Marge von 16 %, ein Plus von 2,7 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Damit konnte das Unternehmen, das im Tec-DAX notiert ist, die eigenen Erwartungen übertreffen. Diese waren nur von einer leicht verbesserten Marge ausgegangen.

Siltronic mit kräftiger Gewinnsteigerung

Nach Zinsen und Steuern wies Siltronic, deren Produkte Grundlage für die Halbleiter-Produktion sind einen Gewinn von 27 Millionen Euro aus. Dies entsprach gegenüber dem Vorjahr einer Verzehnfachung. Und das, obwohl der Umsatz nach vorläufigen Zahlen mit 933 Millionen Euro nur leicht besser als das Vorjahres-Ergebnis ausgefallen war. Doch Siltronic hatte es geschafft, im zurückliegenden Jahr Kosteneinsparungen von rund 30 Millionen Euro zu realisieren.

Dass Siltronic so positiv im Gesamtjahr abschließen konnte, lag auch am sehr starken Schlussquartal. So konnte der Umsatz um über 14 % auf 246 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresquartal gesteigert werden. Das Quartals-EBITDA wurde auf 50 Millionen Euro mehr als verdoppelt und das EBIT legte sogar von zuvor 6,7 Millionen Euro auf 20 Millionen Euro zu. Ein positiver Effekt dabei war, das Siltronic teilweise schon Preiserhöhungen durchsetzen konnte. Für das neue Geschäftsjahr rechnet man damit, dass sich dies noch positiver auswirken könnte.

Optimistischer Ausblick

Entsprechend optimistisch zeigt sich Siltronic für das gesamte neue Geschäftsjahr. So peilt man für das Gesamtjahr einen Umsatz von erstmals über 1 Milliarde Euro an. Bei der Profitabilität will man ebenfalls weiterhin zulegen können, indem man auch bei den Einsparungen nachbessert. Derzeitiges Ziel für das laufende Kostensenkungsprogramm sind in diesem Jahr 20 bis 25 Millionen Euro.

Das sorgt wie eingangs angesprochen für deutliche Kursgewinne in der Aktie. Diese liegt derzeit mit rund 2,4 % vorne, nachdem der Handelsauftakt noch etwas volatiler war.

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