Singulus Aktie: Bieterverfahren endet am 13. Juli

Chinesischer Investor Triumph veräußert 16,75 Prozent an Singulus. Bieterfrist läuft bis 13. Juli, während die Aktie nach Kursrally überkauft ist.

Die Kernpunkte:
  • Triumph verkauft gesamtes Aktienpaket
  • Bieterverfahren läuft zehn Tage
  • Aktie nach Rally massiv überkauft
  • Operatives Geschäft zeigt Wachstum

Bei Singulus Technologies beginnt eine entscheidende Phase. Der chinesische Großaktionär Triumph Science & Technology Group macht Kasse. Er verkauft sein komplettes Aktienpaket. Das Unternehmen sucht in einem zehntägigen Bieterverfahren einen neuen Ankerinvestor. Nach der massiven Kursrally der letzten Monate sorgt das für erhebliche Nervosität.

Alles oder nichts beim Aktienpaket

Der Verkaufsprozess läuft seit dem 3. Juli. Triumph wirft dabei knapp 1,5 Millionen Aktien auf den Markt. Das entspricht rund 16,75 Prozent aller ausstehenden Anteile. Die Bedingung: Das Paket geht ausschließlich als Ganzes an einen einzigen Investor.

Parallel dazu ziehen erste Profis bereits Kapital ab. Die Fondsgesellschaft Universal-Investment hat ihre Beteiligung auf 4,84 Prozent reduziert. Sie fällt damit unter die wichtige Meldeschwelle. Dieser Rückzug passierte exakt am Tag des neuen Jahreshochs.

Rally am Limit

Die Kursentwicklung der vergangenen Monate sucht ihresgleichen. Seit Jahresbeginn schoss das Papier um gewaltige 637,20 Prozent nach oben. Am Freitag ging die Aktie bei 10,80 Euro aus dem Handel. Damit notiert sie nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 11,10 Euro.

Die technischen Signale blinken tiefrot. Der RSI-Wert auf 14-Tage-Basis steht bei 86,0. Die Aktie ist damit massiv überkauft. Auch die annualisierte Volatilität von über 94 Prozent zeigt die gigantische Schwankungsbreite der vergangenen Wochen. Die Folge: ein brandgefährliches Marktumfeld.

Operatives Geschäft zieht an

Neben der reinen Übernahmefantasie stützen handfeste Zahlen den Kurs. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um ein Drittel auf knapp 22 Millionen Euro. Der operative Gewinn vervierfachte sich auf 2,2 Millionen Euro.

Auch die Auftragslage stimmt. Neue Bestellungen für Perowskit-Solarzellen und Halbleiter-Ausrüstung drückten den Auftragseingang auf fast 29 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand einen Umsatz von rund 83 Millionen Euro an.

Das aktuelle Bieterverfahren entscheidet nun direkt über die künftige Aktionärsstruktur. Die zehntägige Frist läuft voraussichtlich am 13. Juli ab. Findet Singulus einen glaubwürdigen strategischen Käufer für das Komplettpaket, stützt das die aktuelle Bewertung. Bleibt ein Deal aus, erzwingen die extrem überhitzten Chartindikatoren einen deutlichen Rücksetzer.

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