Singulus Aktie: Triumph verkauft 1,5 Millionen Aktien

Singulus verzeichnet Auftragsboom und Umsatzsprung, während der größte Aktionär seinen Ausstieg vorbereitet.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz steigt auf 21,8 Millionen Euro
  • Auftragseingang verdreifacht sich deutlich
  • Großaktionär verkauft 16,75 Prozent Anteile
  • Neue Solar-Kooperation mit Technologieführer

417 Prozent Kursgewinn seit Januar. Singulus Technologies zählt aktuell zu den auffälligsten Titeln im deutschen Nebenwertesegment. Das operative Geschäft brummt wieder. Parallel dazu bereitet der größte Anteilseigner seinen Ausstieg vor.

Auftragsboom treibt das Geschäft

Das operative Bild hat sich zuletzt massiv aufgehellt. Im ersten Quartal 2026 kletterte der Umsatz auf 21,8 Millionen Euro. Das operative Ergebnis erreichte 2,2 Millionen Euro.

Besonders der Auftragseingang sticht hervor. Er sprang von 6,4 auf 28,8 Millionen Euro. Das entspricht mehr als einer Verdreifachung.

Im Januar verbuchte Singulus einen Folgeauftrag aus den USA. Der Kunde erweitert dort seine MicroLED-Kapazitäten. Hinzu kommt eine neue Bestellung für MRAM-Produktionsanlagen.

Auch das Solarsegment zieht an. Im März vertragte Singulus einen verzögerten Großauftrag. Das Unternehmen kooperiert nun langfristig mit einem globalen Technologieführer. Analysten von mwb research vermuten hier einen US-Konzern. Der Fokus liegt auf der nächsten Generation der Photovoltaik. Singulus liefert dafür Anlagen für hocheffiziente Perowskit-Tandemsolarzellen.

Frisches Kapital, neue Ziele

Grundlage für diesen Aufschwung ist eine neue Finanzstruktur. Singulus hat seine Altschulden komplett abgelöst. Ein ungenannter strategischer Partner stellte ein umfassendes Refinanzierungspaket bereit.

Dieser Partner zeichnete eine besicherte Wandelanleihe über rund 3,5 Millionen Euro. Er steht auch hinter der neuen Solar-Kooperation.

Für das laufende Jahr gibt der Vorstand klare Ziele vor. Der Umsatz soll auf rund 83 Millionen Euro steigen. Im Vorjahr waren es lediglich 48,3 Millionen Euro. Beim Ergebnis plant das Management mit einem niedrigen einstelligen Millionenbetrag.

Großaktionär vor dem Absprung

An der Börse honorieren Anleger diese Entwicklung. Am Freitag schloss die Aktie bei 7,58 Euro. Damit notiert das Papier nur knapp unter dem Jahreshoch von 7,84 Euro. Der Abstand zur 50-Tage-Linie beträgt komfortable 35 Prozent.

Ein RSI-Wert von 68,8 signalisiert eine heiße Phase. Die Schwelle zur Überkauft-Zone bei 70 ist fast erreicht. Das hohe Schwankungsrisiko zeigt sich an der Volatilität von 84 Prozent.

Ein relevanter Faktor für den Kursverlauf steht bereits fest. Die chinesische Triumph Group will ihr Aktienpaket verkaufen. Der größte Anteilseigner hält rund 16,75 Prozent der Anteile. Das sind etwa 1,5 Millionen Aktien.

Dieses Paket geht nun an einen neuen Investor. Wer auf Triumph folgt, bleibt bislang offen. Die nächsten frischen Geschäftszahlen liefert der Halbjahresbericht im August 2026. Bis dahin bestimmt der Verkauf dieses Aktienpakets die Richtung.

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