Singulus verbessert Ergebnis, die roten Zahlen bleiben jedoch

Der Maschinenbauer Singulus wird sich mächtig ins Zeug legen müssen, um die gesteckten Ziele für dieses Geschäftsjahr erreichen zu können. Insgesamt verliefen die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres für das Unternehmen enttäuschend.

 

© Singulus
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Der Umsatz im ersten Halbjahr lag nach vorläufigen Zahlen mit 29,2 Mio. Euro unter dem des Vorjahreszeitraumes mit 30,1 Mio. Euro. Deutlich gestiegen war dagegen der Auftragseingang. Dieser erreichte nach 25,2 Mio. Euro im Jahr zuvor nun 73,1 Mio. Euro. Der Auftragsbestand lag per Ende Juni bei 57,9 Mio. Euro.

Verbessert werden konnte trotz des leicht rückläufigen Umsatzes das Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Das EBIT stieg nach den vorläufigen Zahlen von  -12,5 Mio. Euro im Jahr zuvor auf -9,8 Mio. Euro.

 

Wochen der Entscheidung bei Singulus

Die Hoffnung legt der Vorstand von Singulus auf die Entwicklung in den nächsten Wochen. Diese werden maßgeblich darüber entscheiden, ob die Jahresziele erreicht werden können.

Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der Absatzentwicklung in den Bereichen Solar und Optical Disc. Momentan laufen Gespräche mit großen Disc-Herstellern in Bezug auf Investitionen in neue Produktionsanlagen für Blu-ray Disc. Der Ausgang ist derzeit noch offen und wird die Kennzahlen wesentlich beeinflussen.

Auf der im Juni stattgefundenen Hauptversammlung kündigte der Vorstand an, die Ausrichtung auf neue Anwendungsfelder und Märkte weiter vorantreiben zu wollen. Zur Erreichung dieser Vorhaben muss jedoch eine finanzielle Restrukturierung erfolgen. Deshalb wurde auch das Rückkaufprogramm für die Unternehmensanleihe von Singulus verlängert.

 

Aktie mit leichtem Plus

Die Aktie ist seit Mitte Mai wiederholt im Bereich der Pennystocks angesiedelt. Das aktuelle Niveau liegt bei 0,82 Euro und es ist nicht zu erwarten, dass sich kurzfristig an diesem Chartbild etwas verbessern wird.

150731 Singulus

Zwar ging es heute um 1,47% leicht nach oben, anscheinend hatte der Markt mit noch schlechteren Zahlen gerechnet und honorierte die Reduzierung des EBITs. Dennoch liegt die Aktie – wenn auch nur knapp – weiter sowohl unter der gleitenden 50-Tage-Linie als auch der 100-Tage-Linie. Vorsicht bleibt also angesagt.

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