SinnerSchrader mit besserem Quartal – Versucht die Aktie den Ausbruch?

Ohne digitale Medien kommt in der heutigen Zeit kaum ein Geschäftsinhaber aus. Neben einer eigenen Homepage spielen Online-Shops und entsprechende Apps eine immer größere Rolle. Zur Entwicklung und Erarbeitung dieser greifen die meisten auf Spezialisten zurück.

 

© Pixabay
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Dazu gehört SinnerSchrader als Digitalagentur. Die Bandbreite der Leistungen geht von der Konzeption, Gestaltung und Entwicklung von Internetplattformen über mobile Apps, Kampagnen, Media und Analytics bis zum Audience-Management.

Bereits für namhafte Marken wie die Allianz, REWE, Tchibo oder TUI wurden von SinnerSchrader schon Marketinglösungen erstellt.

 

Schwacher Start für SinnerSchrader

Das bisherige Geschäftsjahr 2014/15 verlief jedoch in den ersten beiden Quartalen recht schwach. Im nun abgelaufenen 3. Quartal, welches am 31. Mai endete, erscheint zumindest ein Hoffnungsschimmer am Horizont.

Insgesamt erzielte das Unternehmen im 3. Quartal einen Umsatz von 11,3 Mio. Euro und lag damit 7% über dem Umsatz des Vorquartals. Maßgeblich dazu beigetragen hatte eine deutliche Belebung der Geschäftsaktivitäten von Bestandskunden.

Jedoch konnte SinnerSchrader auch im Neukundenbereich eine steigende Nachfrage verzeichnen. Dabei wirkten sich diese neuen Kunden im 3. Quartal bisher kaum aus, lassen aber für das laufende Quartal auf entsprechendes Wachstum hoffen.

Verglichen mit dem Umsatz des Vorjahresvergleichsquartals lag das Unternehmen im 3. Quartal 13% darunter. Im Vergleichsquartal des Vorjahres wurden hier erstmalig mehr als 13 Mio. Umsatz erzielt.

 

EBITA stark verbessert

Dennoch konnte SinnerSchrader beim operativen Ergebnis zulegen. Das EBITA erreichte 0,8 Mio. Euro und damit ein Plus von 28% gegenüber dem Quartal des Vorjahres. Das Konzernergebnis erreichte 0,4 Mio. Euro und damit fast 0,04 Euro je Aktie.

Bezogen auf die ersten neun Monate des Geschäftsjahres lag der Umsatz bei 34,3 Mio. Euro und damit 2,4% unter dem des Vorjahreszeitraumes. Aufgrund der anziehenden Nachfrage geht der Konzern von einem starken vierten Quartal aus.

Dadurch soll der Umsatz im Gesamtjahr bei über 47 Mio. Euro liegen. Das operative Ergebnis erwartet man zwischen 2,4 bis 2,7 Mio. Euro.

Die Next Audience GmbH aus der Sparte Interactive Media konnte auch im abgelaufenen Quartal bei weitem nicht die Erwartungen erfüllen. Infolge dessen prüft der Vorstand nun Wege zur Fortführung des Geschäftes. Dabei werden auch die Möglichkeiten eines Verkaufs oder Auslagerung in ein Gemeinschaftsunternehmen geprüft. Wie SinnerSchrader bekannt gab, könnten hieraus Einmalbelastungen von 1 bis 1,2 Mio. Euro entstehen. Zugleich wurde mitgeteilt, dass die Übernahme der Hamburger Swipe GmbH in der ersten Juliwoche vollzogen wurde.

 

Aktie versucht den Ausbruch

Der Blick auf den Chart veranlasst derzeit zu keinen Freudensprüngen. Erst Anfang des Monats sackte der Kurs auf 2,80 Euro und damit nicht mehr weit entfernt vom Jahrestief bei 2,75 Euro ab.

Zwischenzeitlich setzte eine Erholungsphase ein. Die Zahlen wurden vom Markt positiv aufgenommen, sodass die Papiere heute bereits um mehr als 4% zulegen konnten. Der Kurs liegt aktuell bei 3,16 Euro, wobei die nächste Widerstandslinie bei 3,20 Euro liegt.

150715 SinnerSchrader

SinnerSchrader mag sicher eine gute Grundlage und ein durchdachtes Geschäftsmodell liefern, wir sind jedoch hinsichtlich eines Investments nicht so ganz überzeugt und raten vorerst dazu, die weitere Entwicklung zu beobachten.

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