Sivers: 53,8 Millionen Aktien zur Abstimmung am 15. Juni
Sivers Semiconductors steht vor einer entscheidenden Hauptversammlung. Leerverkäufe, Insider-Verkäufe und Ermittlungen belasten die Aktie zusätzlich zur geplanten Kapitalerhöhung.

- Hauptversammlung am 15. Juni entscheidet über Kapitalerhöhung
- Leerverkaufsquote steigt auf 17 Prozent
- Schwedische Behörden ermitteln wegen möglichem Informationsleck
- Insider verkaufen Aktienpakete im Wert von Millionen
Bei Sivers Semiconductors prallen derzeit zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite steht eine massive Kursexplosion von fast 68 Prozent im vergangenen Monat. Auf der anderen Seite formiert sich ein toxischer Mix aus Leerverkäufern, Insider-Verkäufen und strafrechtlichen Ermittlungen. Die Aktie gleicht einem Pulverfass.
Weichenstellung mit Verwässerungsrisiko
Heute endete die Anmeldefrist für die Hauptversammlung am 15. Juni. Das Management fordert weitreichende Vollmachten. Aktionäre stimmen über die Ausgabe von bis zu 53,8 Millionen neuen Aktien, Wandelanleihen oder Optionsscheinen ab. Das bedeutet eine mögliche Verwässerung von 15 Prozent. Das Unternehmen braucht das Kapital für Übernahmen und ein geplantes Zweitlisting an der US-Börse Nasdaq.
Leerverkäufer und Ermittler machen Druck
Das Umfeld für diese Abstimmung ist extrem angespannt. Die Leerverkaufsquote sprang massiv auf 17 Prozent des Streubesitzes. Ein Auslöser war ein Bericht von Ningi Research. Der Leerverkäufer wirft Sivers eine aggressive Umsatzverbuchung vor. Angeblich sind rund 97 Millionen Kronen aus dem Vorjahr fragwürdig.
Parallel dazu ermitteln schwedische Behörden. Kurz vor der Ankündigung der Nasdaq-Pläne schoss der Aktienkurs in die Höhe. Staatsanwalt Jonas Myrdal prüft nun einen möglichen Informations-Leak. Er erkennt Parallelen zu früheren Marktmanipulationen.
Insider flüchten, Verluste wachsen
Die Führungsebene sendet derweil bedenkliche Signale. Harish Krishnaswamy, Chef der Mobilfunksparte, verkaufte Ende Mai sein komplettes Aktienpaket für knapp 100 Millionen Kronen. Auch der Großaktionär Cicero Fonder stieß seine gesamte Position ab. In den letzten drei Monaten gab es keinen einzigen Insider-Kauf. Kein Wunder.
Die Vorbereitung auf das US-Listing zwingt Sivers zur Anpassung früherer Bilanzen. Die vergangenen zwei Jahre weisen nach den strengeren US-Standards höhere Verluste aus. Auch das erste Quartal 2026 enttäuschte operativ. Der Umsatz fiel um 22 Prozent auf rund 62 Millionen Kronen. Der operative Verlust lag bei 41,5 Millionen Kronen.
Am Aktienmarkt spiegelt sich diese Zerrissenheit wider. Die annualisierte Volatilität liegt bei extremen 250 Prozent. Aktuell notiert das Papier bei 7,95 Euro. Damit hat sich der Kurs vom Jahreshoch bei 10,23 Euro Anfang Juni bereits wieder spürbar entfernt.
Am 15. Juni fällt auf der Hauptversammlung die Entscheidung über die Kapitalmaßnahmen. Stimmen die Aktionäre der Verwässerung zu, rückt das Nasdaq-Listing näher. Lehnt die Mehrheit ab, fehlt dem Chipentwickler das Kapital für die Expansion. Die nächsten operativen Zahlen folgen am 6. August mit dem Zwischenbericht.
Sivers Semiconductors-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Sivers Semiconductors-Analyse vom 9. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Sivers Semiconductors-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Sivers Semiconductors-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Sivers Semiconductors: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




