Sivers: 6,43% Short-Positionen vor EGM
Sivers Semiconductors steht vor einer entscheidenden Hauptversammlung zur Kapitalerhöhung. Leerverkäufer und Technologiezweifel setzen die Aktie unter Druck.

- Entscheidende Hauptversammlung zur Kapitalerhöhung
- Leerverkäufer wittern Chancen
- Zweifel an Technologie und Bewertung
- US-Listing als strategischer Schritt
Sivers Semiconductors steht vor den wichtigsten neun Tagen der jüngeren Firmengeschichte. Leere Kassen, zweifelnde Leerverkäufer und laufende Ermittlungen der schwedischen Wirtschaftsbehörde setzen den Photonik-Konzern massiv unter Druck. Am Montag entscheiden die Aktionäre über die finanzielle Basis.
Leerverkäufer attackieren hohen Preis
Shortseller wetten zunehmend gegen die Aktie. Insgesamt sind 6,43 Prozent der ausstehenden Papiere leerverkauft. Voleon Capital Management meldete kürzlich eine Netto-Leerverkaufsposition von 0,53 Prozent. Auch Two Sigma Investments nimmt das Unternehmen ins Visier.
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Die Bären zweifeln an dem sportlichen Kursniveau. Sivers wird aktuell mit dem 31-fachen des Umsatzes gehandelt. Das übertrifft die Konkurrenz im europäischen Halbleitersektor deutlich. Für ein unprofitables Unternehmen spiegelt dieser Aufschlag enorme Wachstumsfantasien wider.
Zwar stieg der Nettoumsatz im Jahr 2025 auf 304 Millionen Kronen. Unter dem Strich verbuchte Sivers jedoch einen Nettoverlust von rund 186 Millionen Kronen.
Akademiker zweifeln an Technologie
Schwedische Wissenschaftler gießen weiteres Öl ins Feuer. Der Photonik-Forscher Richard Schatz kritisiert den Hype um das Unternehmen. Er verweist darauf, dass die Technologie von Sivers bereits seit Jahren existiert. Professor Peter Andrekson von der Chalmers Universität teilt diese Ansicht.
Der Wettbewerb im Sektor ist enorm. Nvidia investierte im März jeweils zwei Milliarden Dollar in die Branchenriesen Lumentum und Coherent. Das verdeutlicht die gigantischen Summen im Bereich der optischen Netzwerke. Die Folge: Sivers kann bei diesem Kapitalbedarf kaum mithalten.
Frisches Kapital als Rettungsanker
Die liquiden Mittel des Unternehmens sind auf 43 Millionen Kronen geschmolzen. Am Montag fordert das Management daher frisches Geld. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung stimmen die Aktionäre über die Ausgabe neuer Aktien ab.
Das Management schlägt den Verkauf von rund 8,6 Millionen neuen Papieren vor. Der anvisierte Bezugspreis liegt bei 14,50 Kronen. Das spült etwa 125 Millionen Kronen in die Kasse.
Der Anteil bestehender Aktionäre sinkt dabei um etwa 2,5 Prozent. Zu den Käufern zählen institutionelle Adressen wie DNB Disruptive Opportunities und Storebrand Sverigefond. Sivers will die Erlöse in die Forschung für KI-Rechenzentren stecken.
US-Listing und operative Lichtblicke
Parallel dazu arbeitet Sivers an einer Zweitnotierung an der US-Börse Nasdaq. Dafür passt das Unternehmen seine Bilanzen an die strengen amerikanischen PCAOB-Standards an. Dieser aufwendige Prozess verzögert den aktuellen Jahresbericht.
Operativ gibt es durchaus Fortschritte. Sivers entwickelt gemeinsam mit dem Auftragsfertiger Jabil einen neuen optischen Transceiver. Dieser nutzt spezielle Laser der Schweden für den schnellen Datentransfer.
Das Management signalisiert Vertrauen. Vorstand und Führungskräfte dürfen ihre Aktien nach der geplanten Kapitalmaßnahme für 90 Tage nicht verkaufen.
Die kommenden Tage entscheiden über den Kurs der Aktie. Das Votum am Montag klärt die akute Geldnot. Am 20. Mai folgen dann die verschobenen Quartalszahlen. Spätestens dann muss Sivers beweisen, dass die Technologie den hohen Preis rechtfertigt.
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