Sivers: 6,8 Prozent Short-Quote am 22. Mai
Trotz eines Kurssprungs von 23 Prozent halten Leerverkäufer ihre Positionen gegen Sivers Semiconductors. Der Q1-Bericht am 29. Mai könnte zur Entscheidung führen.

- Leerverkaufsquote steigt auf 6,8 Prozent
- Kurs legt um 23 Prozent zu
- Drei Shortseller halten Positionen
- Q1-Zahlen als nächster Test
Kurse rauf, Short-Quote ebenfalls hoch — bei Sivers Semiconductors klaffen Kursmomentum und Leerverkäufer-Positionierung auffällig auseinander. Schwedens Finanzaufsicht Finansinspektionen meldete am Montag eine Leerverkaufsquote von 6,8 Prozent des Grundkapitals, Stand 22. Mai 2026.
Drei Adressen halten bedeutende Short-Positionen
Die Quote ist kein neues Phänomen — aber ihre Größenordnung ist bemerkenswert. Vor sechs Monaten lag der Wert noch bei 0,8 Prozent, vor einem Monat bei 5,83 Prozent. Der Anstieg zeigt, dass professionelle Investoren ihre Wetten gegen die Aktie trotz eines kräftigen Kursanstiegs nicht aufgelöst haben.
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Drei Adressen halten öffentlich meldepflichtige Positionen über 0,5 Prozent:
- Voleon Capital Management: 2,44 Prozent, letzte Änderung 20. Mai
- Two Sigma Investments: 2,10 Prozent, letzte Änderung 22. Mai
- Anson Advisors: 0,50 Prozent, letzte Änderung 13. Mai
Kurssprung trifft auf hartnäckige Skepsis
Am 22. Mai legte die Sivers-Aktie in Stockholm um 23,45 Prozent auf 72,90 SEK zu — ein scharfer Anstieg, der die Spannung zur bestehenden Short-Positionierung deutlich erhöht. Wer auf fallende Kurse setzt, sitzt nach einem solchen Tag unter Druck. Dass Two Sigma und Voleon ihre Positionen trotzdem nicht wesentlich verändert haben, deutet darauf hin, dass die Leerverkäufer ihre Einschätzung vorerst aufrechterhalten.
Sivers Semiconductors ist im Markt mit Themen wie Photonik, mmWave-Technologie und optischer Konnektivität für KI-Rechenzentren verknüpft — Narrative, die in den vergangenen Monaten erhebliche Kursphantasie entfacht haben. Ob die operative Realität mit diesen Erwartungen Schritt hält, bleibt offen.
Q1-Bericht als nächster Prüfstein
Antworten könnten schon in wenigen Tagen folgen. Am 29. Mai veröffentlicht Sivers Semiconductors den Zwischenbericht für das erste Quartal 2026. Starke Umsatz- und Cashflow-Zahlen würden die Leerverkäufer unter zusätzlichen Druck setzen und könnten zu einer Eindeckungswelle führen. Enttäuschende Ergebnisse hingegen würden die anhaltende Skepsis der Short-Seller nachträglich rechtfertigen. Nach dem Q1-Bericht folgen die Hauptversammlung am 15. Juni und der Halbjahresbericht am 6. August — ein dichter Kalender für eine Aktie, bei der die Positionierung auf beiden Seiten so ausgeprägt ist wie derzeit.
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