Sivers: Informationsleck vor Nasdaq-Ankündigung
Sivers Semiconductors erhält frisches Kapital durch Aktienemission, während schwedische Behörden wegen möglichen Informationslecks ermitteln.

- Aktionäre genehmigen Aktienemission
- 125 Millionen Kronen Kapitalzufluss
- Ermittlungen wegen Informationsleck
- US-Expansion mit KI-Fokus vorangetrieben
Frisches Kapital auf der einen Seite, juristischer Ärger auf der anderen. Bei Sivers Semiconductors prallen derzeit zwei Welten aufeinander. Während die Aktionäre eine millionenschwere Finanzspritze abnickten, rückt das Unternehmen ins Visier der schwedischen Behörden.
Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am Montag machten die Anteilseigner den Weg für eine gezielte Aktienemission frei. Sivers gibt gut 8,6 Millionen neue Papiere zu je 14,50 Schwedischen Kronen aus. Das spült dem Halbleiterunternehmen brutto rund 125 Millionen Kronen in die Kasse.
Die neuen Aktien gehen an eine Gruppe institutioneller Investoren. Zu den Zeichnern gehören skandinavische Adressen wie DNB und Storebrand Sverigefond. Auch internationale Akteure wie Hudson Bay Capital Management beteiligen sich an der Finanzierungsrunde.
Leck vor US-Börsengang
Die Kapitalmaßnahme fällt in eine unruhige Phase. Die schwedische Behörde für Wirtschaftskriminalität untersucht einen möglichen Informationsabfluss. Konkret geht es um die Pläne für ein Zweitlisting an der US-Börse Nasdaq. Details dazu kursierten auf der Plattform X bereits rund 48 Stunden vor der offiziellen Pressemitteilung.
Das verdächtige Timing und die heftigen Kursausschläge riefen die Aufseher auf den Plan. Staatsanwalt Jonas Myrdal prüft nun Verstöße gegen die Marktmissbrauchsverordnung. Ein anonymer Account mit großer Reichweite hatte die Aktie kurz vor der offiziellen Bestätigung massiv beworben. Kein Wunder, dass die Nervosität im Handelssaal steigt.
KI-Fantasie und Leerverkäufer
Operativ treibt Sivers seine US-Expansion indes weiter voran. Eine kürzlich geschlossene Partnerschaft mit dem Fertiger Jabil soll das Geschäft mit Photonik-Chips für KI-Rechenzentren stützen. Gemeinsam entwickeln die Unternehmen spezielle Transceiver-Module, die den enormen Energiebedarf der Anlagen senken sollen. Das Management sieht die Kooperation als wichtigen Baustein für den laufenden Audit-Prozess nach US-Standards.
Am Markt spiegelt sich die Gemengelage in extremer Volatilität wider. Leerverkäufer wie Voleon Capital Management und Two Sigma Investments haben sich bereits in Stellung gebracht. Die nächsten Tage bringen weitere harte Fakten auf den Tisch. Am 15. Mai veröffentlicht Sivers den verschobenen Jahresbericht für 2025, gefolgt von den Zahlen zum ersten Quartal am 20. Mai.
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