Sivers: Jahresverlust auf 222,6 Mio. SEK korrigiert

Sivers Semiconductors weist nach US-Prüfstandards höheren Umsatz, aber deutlich gestiegene Verluste für 2024 und 2025 aus.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz leicht nach oben korrigiert
  • Jahresverlust fällt deutlich höher aus
  • Eigenkapital sinkt nach Neubewertung
  • Vorbereitung auf Nasdaq-Zweitnotiz

Sivers Semiconductors zieht die Bilanz nach. Der schwedische Chip- und Photonik-Spezialist bereitet eine mögliche Zweitnotiz an der Nasdaq in New York vor. Dafür musste das Unternehmen seine Zahlen nach US-Prüfstandards neu fassen. Das Ergebnis: mehr Umsatz, aber ein deutlich tieferer Verlust.

US-Prüfung drückt Ergebnis

Im am Mittwoch veröffentlichten Geschäftsbericht für 2025 passt Sivers die Konzernabschlüsse für die beiden letzten Geschäftsjahre an. Maßstab sind die Regeln des US Public Company Accounting Oversight Board, kurz PCAOB.

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Der Umsatz für 2025 steigt nach der Korrektur leicht auf 306,6 Mio. SEK. Zuvor hatte Sivers 304,1 Mio. SEK gemeldet.

Beim Ergebnis fällt die Anpassung deutlich härter aus. Das EBIT verschlechtert sich auf -177,8 Mio. SEK, nach zuvor -141,3 Mio. SEK. Unter dem Strich steht ein Jahresverlust von -222,6 Mio. SEK.

Bisher lag dieser Wert bei -186,5 Mio. SEK. Das Ergebnis je Aktie sinkt auf -0,81 SEK, statt der früher genannten -0,69 SEK.

Eigenkapital und Vorjahr betroffen

Auch die Kapitalbasis wirkt nach der Neubewertung schwächer. Das Eigenkapital liegt nun bei 949,8 Mio. SEK, statt bei 1.076,8 Mio. SEK.

Je Aktie entspricht das 3,05 SEK. Früher hatte Sivers 3,46 SEK ausgewiesen.

Für 2024 korrigiert das Unternehmen den Umsatz auf 219,2 Mio. SEK. Ursprünglich standen 243,7 Mio. SEK in den Büchern.

Der Jahresverlust des Vergleichsjahres fällt ebenfalls deutlich höher aus. Er beträgt jetzt -183,9 Mio. SEK, nachdem zunächst -116,3 Mio. SEK gemeldet waren.

Woher die Abweichungen kommen

Die Korrekturen sind nicht nur technische Rundungen. Sivers verschiebt Erlöse zwischen Perioden und in spätere Jahre. Dazu kommen neue Bewertungen von Vorräten und geänderte Fair-Value-Annahmen für aktienbasierte Vergütungen.

Besonders relevant ist auch die Wertminderung früher aktivierter Entwicklungsausgaben. Solche Posten treffen das Ergebnis, ohne sofort den operativen Geldabfluss zu erhöhen.

Der Anlass liegt in der geplanten Audit-Aufwertung für die USA. Sie soll die Abschlüsse fit für eine mögliche Nasdaq-Zweitnotiz machen. Der Preis ist eine sichtbar schwächere Ergebnisbasis. Kein Wunder, dass der Terminplan enger wurde.

Die Veröffentlichung hatte sich bereits verzögert, die Hauptversammlung wurde auf den 15. Juni 2026 verlegt. Im Mittelpunkt stehen nun die Belastbarkeit der neu gefassten Zahlen und der Zeitplan für die Nasdaq-Vorbereitung.

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