Sivers: Krishnaswamy verkauft 1,39 Millionen Aktien
Trotz vielversprechender Zusammenarbeit mit GlobalFoundries drücken Insider-Verkäufe den Aktienkurs von Sivers Semiconductors.

- Harish Krishnaswamy verkauft alle Aktien
- Cicero Fonds steigt komplett aus
- KI-Partnerschaft mit GlobalFoundries angekündigt
- Umsatzrückgang im ersten Quartal
Was für eine Woche. Sivers Semiconductors lieferte am Dienstag eine vielversprechende KI-Photonik-Partnerschaft mit GlobalFoundries – und beendete die Woche trotzdem mit einem Minus. Der Grund: gleich zwei Eigentümerwechsel, die das Vertrauen der Anleger auf die Probe stellten.
Am Freitag schloss die Aktie in Stockholm bei 78,80 Schwedischen Kronen – ein Tagesminus von 9,16 Prozent. Im Xetra-Handel notierte das Papier am Freitag bei 6,70 Euro, ein Minus von 15,79 Prozent. Über die Woche gerechnet steht allerdings noch ein Plus von 7,98 Prozent.
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Harish Krishnaswamy trennt sich von allen Aktien
Der einschneidendste Impuls kam von der Führungsetage. Harish Krishnaswamy, Leiter des Wireless-Geschäfts, verkaufte am 29. Mai 1,39 Millionen Aktien zu 71,36 Kronen pro Stück – ein Gesamtwert von rund 99,5 Millionen Kronen. Laut dem schwedischen Insiderregister handelte es sich dabei um seinen kompletten Bestand. Kein Teilverkauf nach einem Kursanstieg, sondern ein vollständiger Ausstieg aus der Position.
Die Nachricht traf die Anleger nur einen Tag, nachdem Sivers die strategische Zusammenarbeit mit GlobalFoundries bekannt gegeben hatte. Dessen Laser-Arrays sollen in Referenzdesigns auf der Silizium-Photonik-Plattform von GlobalFoundries integriert werden – adressiert wird der KI-Infrastrukturmarkt.
Cicero Fonder zieht sich ebenfalls zurück
Doch es blieb nicht beim Management. Cicero Fonder, ein ehemals institutioneller Investor, verkaufte 5,75 Millionen Aktien – das entspricht rund 1,8 Prozent des Kapitals. Der geschätzte Transaktionswert: 452 Millionen Kronen. Laut den jüngsten Daten von Holdings war der Fonds zum 31. Mai nicht mehr an Sivers beteiligt.
Die zeitliche Nähe zur GlobalFoundries-Partnerschaft macht die Verkäufe besonders brisant. Ausgerechnet in der Woche, die das KI-Data-Center-Narrativ hätte stärken sollen, zogen sich ein Insider und ein institutioneller Investor zurück.
Fundamentaldaten bleiben angespannt
Die operativen Zahlen aus dem ersten Quartal zeigen, warum manche Anleger vorsichtig bleiben. Der Umsatz fiel um 22 Prozent auf 61,9 Millionen Kronen, das bereinigte EBITDA lag bei minus 13,8 Millionen Kronen. Positiv: Die Opportunity-Pipeline wuchs im Jahresvergleich um 77 Prozent auf 799 Millionen Dollar.
Die Aktie notiert aktuell 71 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 3,91 Euro – ein Zeichen für die extreme Volatilität der vergangenen Wochen.
In den kommenden Handelstagen wird sich zeigen, ob die GlobalFoundries-Partnerschaft das KI-Photonik-Narrativ zurück in den Fokus rückt oder ob die Eigentümerwechsel das Sentiment weiter belasten. Mit Wochenend-Schlusskurs von 6,70 Euro in Frankfurt liegt die Messlatte für eine Stabilisierung nicht hoch – die Talfahrt am Freitag war heftig, die Woche insgesamt aber noch positiv.
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