Sivers Semiconductors: 19,86% Wochengewinn trotz Achilles-Krise
Trotz verschobener Bilanz und Restrukturierung des Großaktionärs treibt KI-Partnerschaft den Aktienkurs von Sivers an.

- Jahresbericht auf Mitte Mai vertagt
- US-Börsenpläne erfordern Bilanzanpassung
- Großaktionär beantragt Restrukturierung
- KI-Deal mit Jabil beflügelt Aktie
Der Hauptaktionär rutscht in die Restrukturierung, der Geschäftsbericht verspätet sich zum zweiten Mal. Normalerweise schicken solche Nachrichten eine Aktie auf Talfahrt. Bei Sivers Semiconductors passiert das Gegenteil. Der Kurs kletterte auf Wochensicht um fast 20 Prozent nach oben.
US-Börsenpläne bremsen Berichterstattung
Das Technologieunternehmen hat die Veröffentlichung seines Jahresberichts auf Mitte Mai verschoben. Grund dafür ist eine aufwendige Anpassung der Wirtschaftsprüfung. Sivers evaluiert ein zusätzliches Listing an der US-Börse Nasdaq in New York. Dafür müssen die Bilanzen nachträglich an die strengen PCAOB-Standards der amerikanischen Aufsichtsbehörden angeglichen werden. Der Verwaltungsrat benötigt für diesen Prozess mehr Zeit.
Die Verzögerung wirbelt den Finanzkalender durcheinander. Die Hauptversammlung rückt auf den 15. Juni. Parallel dazu plant das Management die Vorlage der Zahlen für das erste Quartal nun für den 20. Mai.
Hauptaktionär unter Druck
Abseits der eigenen Bilanzen sorgt das Umfeld für Unruhe. Der Großaktionär Achilles Capital und dessen Muttergesellschaft DDM Finance haben ein Restrukturierungsverfahren beantragt. Im April wurden Anleihen im Volumen von rund 225 Millionen Euro fällig.
Die Refinanzierung soll in der zweiten Jahreshälfte erfolgen. Der Plan umfasst den Verkauf von Kreditportfolios sowie die Veräußerung von Technologie- und Life-Science-Assets im Wert von 30 bis 50 Millionen Euro. Marktbeobachter werten dies als potenzielles Risiko für das Sivers-Aktienpaket, auch wenn sich das Management des Halbleiterherstellers dazu bislang nicht äußerte.
KI-Fantasie treibt den Kurs
Dass Investoren die Risiken aktuell ausblenden, liegt an einem operativen Erfolg. Sivers verkündete eine Partnerschaft mit dem globalen Fertigungsspezialisten Jabil. Gemeinsam entwickeln die Unternehmen optische Transceiver-Module für die nächste Generation von KI-Rechenzentren. Die Technologie nutzt spezielle Laser von Sivers, um massive Datenmengen energieeffizient zu übertragen.
Diese Aussicht auf das boomende KI-Geschäft befeuert die Aktie massiv. Auf Jahressicht steht ein Kursplus von rund 725 Prozent auf der Anzeigetafel. Die fundamentale Realität sieht derweil noch anders aus. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Sivers zwar einen Umsatz von knapp 361 Millionen schwedischen Kronen, verbuchte unter dem Strich aber einen Verlust von 232 Millionen Kronen.
Die kommenden Wochen bringen nun eine hohe Dichte an Pflichtmitteilungen. Am 15. Mai muss der testierte Jahresbericht vorliegen, fünf Tage später folgen die Quartalszahlen. Das testierte Zahlenwerk bildet die zwingende technische Voraussetzung, um den geplanten Sprung an die Wall Street formell einzuleiten.
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