Sivers Semiconductors Aktie: 8,2-Millionen-Auftrag von ALL.SPACE
Sivers Semiconductors erhält einen 8,2-Millionen-Dollar-Auftrag von ALL.SPACE. Der Produktionsdeal für Satellitenchips gibt der angeschlagenen Aktie neuen Auftrieb.

- Produktionsauftrag über 8,2 Millionen Dollar
- Auftragspipeline wächst auf 799 Millionen Dollar
- Insider erhöhen Anteile nach Hauptversammlung
- Kurs trotz Auftrag noch deutlich unter Höchststand
Ein Großauftrag aus dem Satellitengeschäft bringt frischen Schwung in eine Aktie, die zuletzt fast die Hälfte ihres Werts verloren hat. Sivers Semiconductors steigt am Dienstag um 2,09 Prozent auf 3,81 Euro. Der Kurs bleibt damit weit unter seinem alten Niveau, doch der Auftragseingang liefert ein erstes positives Signal.
Acht Millionen Dollar von ALL.SPACE
Der schwedische Hersteller für Hochfrequenz- und Photonik-Lösungen hat von ALL.SPACE einen Produktionsauftrag über 8,2 Millionen Dollar erhalten. Es geht um Ka-Band-Beamforming-Chips für die Satellitenkommunikation. Die Lieferungen laufen bis 2027.
Der Auftrag markiert einen Wechsel von der Entwicklungs- in die Produktionsphase. Für Sivers ist das ein wichtiger Schritt: Das Unternehmen verankert sich damit tiefer im wachsenden Markt für Verteidigungs- und Kommunikationssatelliten.
Parallel dazu wächst die Auftragspipeline kräftig. Sie liegt aktuell bei rund 799 Millionen Dollar. Das entspricht einem Plus von 77 Prozent seit Jahresbeginn 2026.
Schwaches erstes Quartal, aber Insider kaufen
Die Geschäftszahlen zeigen noch keine Trendwende. Im ersten Quartal 2026 erzielte Sivers einen Nettoumsatz von 61,9 Millionen Kronen. Das bereinigte EBITDA lag bei minus 13,8 Millionen Kronen.
Verantwortlich dafür waren Verzögerungen bei US-Verteidigungsbudgets und ungünstige Wechselkurse. Beide Faktoren lagen außerhalb der Kontrolle des Managements.
Interessant wird es beim Blick auf die Eigentümerstruktur. Insider halten mittlerweile 22,06 Prozent der Anteile, institutionelle Investoren kommen auf 14,62 Prozent. Vorstand und Aufsichtsrat haben nach der Hauptversammlung im Juni 2026 zusätzlich Aktien gekauft – mit einer Haltefrist von zwölf Monaten. Diese Käufe binden die Führungsebene an den langfristigen Erfolg des Produktionshochlaufs.
Kurs unter Druck, aber technische Signale mahnen zur Vorsicht
Die Volatilität bleibt das prägende Merkmal dieser Aktie. Über 30 Tage steht ein Minus von 53,84 Prozent zu Buche. Zum 52-Wochen-Hoch von 10,23 Euro, erreicht Anfang Juni 2026, fehlen aktuell 62,78 Prozent.
Gleichzeitig liegt der Kurs weit über dem 52-Wochen-Tief von 0,27 Euro, das erst Anfang März erreicht wurde. Der 14-Tage-RSI steht bei 37,1 – ein Wert, den Techniker häufig als Hinweis auf eine mögliche Stabilisierung werten.
Die Marktkapitalisierung liegt derzeit bei rund 1,25 Milliarden Euro. Ob der neue Auftrag und die wachsende Pipeline reichen, um aus Chancen feste Verträge zu machen, bleibt die zentrale Aufgabe für das Management in den kommenden Monaten.
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