Sivers Semiconductors Aktie: Citadel und Arrowstreet gehen Short
Neue Leerverkaufspositionen und ein möglicher nicht gemeldeter Großaktionärsverkauf setzen die Sivers-Aktie unter Druck, während das operative Geschäft wächst.

- Zwei neue Shortseller-Positionen gemeldet
- Großaktionärsverkauf ohne Offenlegung gemeldet
- Nasdaq-Listing soll US-Investoren anziehen
- Neuer Laser-Entwicklungsvertrag mit SemiNex
Bei Sivers Semiconductors verdichten sich die Anzeichen für Nervosität unter Investoren. Am Dienstag meldete das schwedische Finanzaufsichtsregister zwei neue Leerverkaufspositionen: Citadel Securities und Arrowstreet Capital haben sich öffentlich gegen die Aktie positioniert.
Gleichzeitig zog sich D. E. Shaw aus dem Register zurück, weil die Position unter die Meldeschwelle von 0,5 Prozent fiel – die gesamte Shortquote im Unternehmen liegt aber weiterhin bei 3,49 Prozent.
Pikanter ist eine zweite Entwicklung: Medienberichten zufolge soll ein Großaktionär einen erheblichen Teil seiner Beteiligung verkauft haben, ohne die dafür vorgeschriebene Offenlegung vorzunehmen. Sollte sich dieser Bericht bestätigen, wäre das ein empfindlicher Vertrauensbruch – gerade in einer Phase, in der das Unternehmen um institutionelles Kapital wirbt.
Doppelnotierung als Antwort auf US-Investoreninteresse
Genau in diesem Umfeld hat Sivers Semiconductors am 16. April angekündigt, eine mögliche Zweitnotierung an der Nasdaq in New York vorzubereiten. Die Stockholmer Notierung soll dadurch ergänzt und amerikanische institutionelle Investoren stärker angesprochen werden.
Der Zeitpunkt wirkt ambivalent: Während das Unternehmen um internationale Sichtbarkeit kämpft, sorgen die neuen Shortpositionen und der Bericht über den möglicherweise nicht gemeldeten Aktienverkauf für Gegenwind.
Die Aktie reagierte deutlich. Der Kurs notiert aktuell bei 3,27 Euro und damit 31 Prozent unter dem eigenen 50-Tage-Durchschnitt von 4,71 Euro – ein Hinweis darauf, dass die jüngste Entwicklung nicht nur ein kurzfristiges Rauschen ist, sondern die mittelfristige Kurstrendlinie belastet.
Operatives Geschäft läuft weiter
Losgelöst von den Governance-Fragen entwickelt sich das operative Geschäft. Am 13. August unterzeichnete Sivers Semiconductors ein Entwicklungsprogramm mit SemiNex Corporation im Volumen von 3,4 Millionen US-Dollar.
Ziel ist die Produktion von Laserlösungen auf Indiumphosphid-Basis für optische Verbindungen in KI-Rechenzentren, mit Produktionshochlauf im zweiten Halbjahr 2027. Zudem übte der Kreditgeber Bootstrap Europe IV SCSp sämtliche 1.659.015 Warrants zu einem Bezugspreis von 4,53 schwedischen Kronen aus und brachte dem Unternehmen damit rund 7,5 Millionen Kronen an frischem Kapital.
Diese Finanzierungsrunde reiht sich ein in eine Serie von Kapitalmaßnahmen, die dem Unternehmen zuletzt Rückenwind gaben. Die bereits bekannte Belastung durch eine nicht zahlungswirksame Aufwandsposition von 42,9 Millionen schwedischen Kronen im zweiten Quartal, ausgelöst durch die Neubewertung mitarbeiterbezogener Aktienprogramme infolge der starken Kursrallye, bleibt für das Geschäftsjahr ein Thema, ist aber inzwischen bekannt und eingepreist.
Ausblick
Anleger richten den Blick nun auf den 26. November, wenn Sivers Semiconductors seine Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 vorlegt. Bis dahin dürfte die Frage, ob der gemeldete Großaktionärsverkauf tatsächlich stattgefunden hat und welche regulatorischen Konsequenzen dies nach sich ziehen könnte, die Stimmung rund um die Aktie prägen – parallel zu den Fortschritten bei der geplanten Nasdaq-Notierung und dem Ausbau des Laser-Geschäfts für KI-Infrastruktur.
Sivers Semiconductors-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Sivers Semiconductors-Analyse vom 19. August liefert die Antwort:
Die neusten Sivers Semiconductors-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Sivers Semiconductors-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Sivers Semiconductors: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




