Sivers Semiconductors Aktie: GlobalFoundries treibt Rekordhoch
Sivers-Aktie schießt nach Kooperation mit GlobalFoundries auf Rekordhoch, doch Analysten warnen vor überzogenen Erwartungen angesichts schwacher Finanzdaten.

- Kurssprung von über 50 Prozent
- Partnerschaft mit GlobalFoundries
- Analysten sehen Bewertung kritisch
- Schwache Quartalszahlen belasten
Die Aktie von Sivers Semiconductors ist am Dienstag förmlich explodiert. Ein Plus von 50 bis 60 Prozent brachte den Titel auf ein neues Rekordhoch — getrieben von einer Partnerschaft mit dem US-Chipfertiger GlobalFoundries.
Doch die Euphorie hat einen Haken. Mehrere Analysten sehen den Kurssprung kritisch. Sie verweisen auf die dünne finanzielle Basis hinter der Ankündigung.
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Seit dem Tief Anfang März bei 0,27 Euro hat sich der Kurs mehr als verdreißigfacht. Gestern schloss die Aktie bei 8,41 Euro. Der RSI liegt bei 66,2 — die Aktie ist stark, aber noch nicht überkauft.
Partnerschaft mit GlobalFoundries: Was steckt drin?
Sivers liefert Laser-Arrays für Referenzdesigns auf der Silizium-Photonik-Plattform von GlobalFoundries. Der Markt für optische Steckverbinder wird bis 2030 auf 25 Milliarden Dollar geschätzt. Die Technologie soll in KI-Rechenzentren die Bandbreite erhöhen und den Energieverbrauch senken.
Klingt vielversprechend. Nur: Die offizielle Mitteilung enthielt kaum konkrete Finanzzahlen. Auf Nachfrage von EFN wollten weder Sivers noch GlobalFoundries die Erwartungen präzisieren.
Analysten bleiben skeptisch
Redeye-Analyst Jacob Benon bewertet die Nachricht als positiv — aber nicht bahnbrechend. Sein Kursziel: umgerechnet 6,20 Euro je Aktie. Das liegt rund 26 Prozent unter dem aktuellen Kurs.
Eine Unternehmensbewertung von Affärsvärlden fällt noch deutlicher aus. Die Kernaussage: Die Partnerschaft wurde bereits vor einem Monat von GlobalFoundries vorgestellt. Der aktuelle Hype wirkt übertrieben.
Seit Jahresbeginn hat sich der Aktienkurs mehr als verzwanzigfacht. Allein in den vergangenen 30 Tagen legte er 69 Prozent zu.
Quartalszahlen trüben das Bild
Die Zahlen vom Mai sprechen eine andere Sprache als der Kurs. Der Umsatz fiel im ersten Quartal um 22 Prozent auf 61,9 Millionen Kronen. Das bereinigte operative Ergebnis lag bei minus 13,8 Millionen Kronen. Der operative Cashflow war mit minus 49,2 Millionen Kronen negativ.
Das Management führt das auf den US-Regierungsstillstand 2025 und Wechselkurseffekte zurück. Immerhin: Die Projektpipeline wuchs um 77 Prozent auf 799 Millionen Dollar.
Für Anleger wird es nun darauf ankommen, ob aus Partnerschaften konkrete Aufträge werden. Die Bewertung der Aktie hängt vollständig an der Erwartung zukünftiger Erlöse. Die vergangenen Zahlen zeigen: Der Weg dorthin ist steinig.
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