Sivers Semiconductors Aktie: MarketScreener beendet Coverage
Sivers Semiconductors erholt sich leicht, bleibt aber unter Druck: Leerverkäufer, divergierende Kursziele und fehlende Coverage prägen das Bild.

- Citadel Securities nicht mehr öffentlich gelistet
- Redeye bestätigt fairen Wert von 7,40 Kronen
- DI rät nach Bericht von Aktie ab
- MarketScreener beendet eigene Coverage
Während sich die Aktie von Sivers Semiconductors von ihren jüngsten Tiefs erholt, zeichnet sich unter der Oberfläche ein zwiespältiges Bild ab. Am Montag vergangener Woche wurden D E Shaw und Citadel Securities erneut als Short-Seller in der Aktie gemeldet – ein Zeichen dafür, dass Wetten gegen das schwedische Halbleiterunternehmen weiterhin verbreitet sind.
Am Donnerstag meldete MarketScreener dann, Citadel Securities sei nicht mehr als öffentlicher Leerverkäufer in der Position gelistet. Ob es sich um einen Rückzug oder lediglich um eine Unterschreitung der Meldeschwelle handelt, ließ sich aus den verfügbaren Angaben nicht klären.
Analystenmeinungen driften auseinander
Die Reaktionen der Beobachter auf die zurückliegenden Geschäftszahlen fielen denkbar unterschiedlich aus. Am Freitag vergangener Woche äußerte sich die schwedische Wirtschaftszeitung DI kritisch und riet nach dem, was sie als katastrophalen Bericht bezeichnete, von der Aktie ab.
Am Donnerstag hielt Redeye dagegen an seinem fairen Wert von 7,40 schwedischen Kronen fest – deutlich über dem aktuellen Kursniveau. Diese Diskrepanz zeigt, wie gespalten die Einschätzungen zum Unternehmen derzeit sind: Während die einen auf das operative Wachstum und die milliardenschwere Auftragspipeline setzen, sehen andere die anhaltenden Verluste als Warnsignal.
Verschärft wird die Unsicherheit dadurch, dass MarketScreener am Mittwoch vergangener Woche mitteilte, die eigene Coverage von Sivers Semiconductors einzustellen. Für Anleger bedeutet das: Eine weitere Informationsquelle zur laufenden Einschätzung der Aktie fällt weg, während die fundamentale Debatte zwischen Wachstumsstory und Kapitalbedarf ungelöst bleibt.
Kurs bewegt sich in volatilem Fahrwasser
Am vergangenen Freitag schloss die Aktie bei 2,50 Euro, ein Plus von 3,1 Prozent auf Tagesbasis. Auf Wochensicht steht ein Zuwachs von 2,1 Prozent zu Buche, verglichen mit dem 50-Tage-Durchschnitt von 3,44 Euro liegt der Titel jedoch weiterhin deutlich zurück.
Die Kursbewegungen der vergangenen Wochen – von der Kapitalerhöhung über die Quartalszahlen bis zu den jetzt bekannt gewordenen Short-Positionen und dem Analystenstreit – spiegeln sich in einer außergewöhnlich hohen Schwankungsbreite wider, die das Papier zu einem der volatileren Werte am schwedischen Markt macht.
Für Investoren bleibt die Gemengelage komplex: Institutionelle Adressen wetten weiterhin auf fallende Kurse, während zumindest ein Analysehaus deutlich höhere Bewertungen für gerechtfertigt hält.
Die eingestellte Coverage durch MarketScreener dürfte die Sichtbarkeit der Aktie in der breiten Anlegerschaft zusätzlich schmälern, gerade zu einem Zeitpunkt, in dem das Unternehmen frisches Kapital eingesammelt hat und seinen Wachstumskurs mit dem Ausbau der Produktion in Glasgow untermauern will.
Ob sich die Skepsis der Leerverkäufer oder der Optimismus der verbliebenen Analysten durchsetzt, wird sich an den kommenden operativen Fortschritten zeigen müssen.
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