Sivers Semiconductors Aktie: Pipeline wächst auf 800 Millionen Dollar
Sivers Semiconductors verzeichnet starken Umsatzrückgang, während die Auftragspipeline auf 800 Millionen Dollar steigt und der US-Börsengang vorbereitet wird.

- Umsatz sinkt um 22 Prozent
- Auftragspipeline wächst auf 800 Mio. Dollar
- US-Listing und Kapitalerhöhung geplant
- Produktionsstart für LiDAR-Kunde 2027
Sivers Semiconductors liefert ein widersprüchliches Quartalsbild. Der Umsatz ist eingebrochen, das Auftragspotenzial wächst rasant — und das Unternehmen bereitet gleichzeitig den Sprung an die US-Börse vor.
Umsatzrückgang durch externe Verzögerungen
Im ersten Quartal 2026 erzielte Sivers Semiconductors einen Nettoumsatz von 61,9 Millionen Schwedischen Kronen. Das entspricht einem Rückgang von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Das Management macht externe Faktoren verantwortlich: Ein US-Regierungsstillstand und verzögerte Verteidigungsbudgets haben Umsätze in die zweite Jahreshälfte verschoben.
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Das bereinigte EBITDA verschlechterte sich auf minus 13,8 Millionen Kronen, nach minus 6,0 Millionen im Vorjahr. Der Nettoverlust lag bei 42,7 Millionen Kronen — allerdings weniger als die 49,9 Millionen Kronen Verlust aus Q1 2025. Erschwerend wirkten Währungseffekte: Der US-Dollar verlor 14 Prozent gegenüber der Schwedischen Krone, das Britische Pfund 6 Prozent.
CHIPS Act und US-Listing im Visier
Trotz der schwachen Zahlen treibt Sivers seine US-Strategie voran. CEO Vickram Vathulya bestätigte, dass das Unternehmen einen Vertrag für das zweite Jahr eines CHIPS-Act-Programms im Bereich elektronische Kriegsführung gesichert hat. Das Programm läuft unter dem sogenannten „Microelectronics Commons“-Rahmen.
Parallel dazu bereitet Sivers ein Dual-Listing an einer US-Börse vor. Der genaue Zeitpunkt hängt von den Marktbedingungen ab. Um die Bilanz dafür zu stärken, hat das Unternehmen im Mai 2026 eine Kapitalerhöhung von rund 125 Millionen Kronen abgeschlossen — mit Beteiligung mehrerer institutioneller Investoren.
Pipeline wächst, Produktion startet 2027
Das Bild für die Zukunft ist deutlich freundlicher. Die Auftragspipeline wuchs seit Jahresbeginn um 77 Prozent auf rund 800 Millionen US-Dollar. Treiber sind Nachfrage aus dem KI-Rechenzentrumsbereich und dem Satellitengeschäft.
Das Management hält an seinen Jahreszielen fest. Für Q4 2026 plant Sivers den Start einer Produktionsanlaufphase für einen Automotive-LiDAR-Kunden. Ab 2027 soll die Massenproduktion für mehrere Programme beginnen — darunter KI-Laser und SATCOM-Hardware.
Die Aktie schloss am Freitag bei 68,95 Kronen, ein Tagesrückgang von 1,78 Prozent. Langfristig zeigt der Chart eine außergewöhnliche Stärke: plus 116 Prozent im Einmonatsvergleich, plus 1.600 Prozent auf Jahressicht. Eine Short-Quote von rund 17 Prozent zeigt allerdings, dass nicht alle Marktteilnehmer überzeugt sind. Auf der Hauptversammlung am 15. Juni dürfte das Management weitere Details zur US-Strategie liefern.
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