Sivers Semiconductors Aktie: Über fünf Prozent auf 6,91 Euro

Sivers Semiconductors verliert trotz Millionen-Deal weiter an Wert. Der Chip-Sektor belastet die Aktie, die seit dem Jahreshoch stark korrigiert hat.

Die Kernpunkte:
  • Aktie fällt über fünf Prozent
  • Millionenauftrag von ALL.SPACE
  • Umsatzrückgang im ersten Quartal
  • Projektpipeline wächst auf 800 Mio. Dollar

Ein frischer Millionen-Auftrag reicht manchmal nicht aus. Im Gegenteil. Sivers Semiconductors spürt aktuell den Gegenwind der gesamten Chip-Branche. Am Mittwoch rutschte das Papier um über fünf Prozent auf 6,91 Euro ab. Damit setzt sich eine heftige Korrektur fort.

Erst vor einer Woche markierte der Kurs ein Jahreshoch bei 10,23 Euro. Seitdem ging es um rund ein Drittel abwärts. Der Auslöser liegt im breiten Markt. Der Philadelphia Semiconductor Index erlebte kürzlich seinen schwersten Tagesverlust seit sechs Jahren. Sorgen um die Nachfrage nach KI-Chips belasten die Stimmung. Sivers kann sich diesem Abwärtssog nicht entziehen.

Volle Pipeline, schwaches Quartal

Operativ gibt es durchaus Lichtblicke. Erst am Dienstag meldete das schwedische Unternehmen einen Großauftrag. Der Partner ALL.SPACE bestellt integrierte Schaltkreise für Satellitenterminals. Das Volumen liegt bei 8,2 Millionen US-Dollar. Die Auslieferung startet im kommenden Jahr.

Das erste Quartal verlief hingegen holprig. Der Umsatz sank im Jahresvergleich um 22 Prozent auf knapp 62 Millionen Schwedische Kronen. Das Management macht dafür Währungseffekte und verzögerte US-Rüstungsbudgets verantwortlich.

Der Nettoverlust schrumpfte immerhin leicht auf 42,7 Millionen Kronen. Die Hoffnungen ruhen nun auf der zweiten Jahreshälfte. Bis Mai wuchs die Projektpipeline massiv auf fast 800 Millionen Dollar an.

Gleitender Durchschnitt im Fokus

Ein großer Investor ist bereits ausgestiegen. Cicero Fonder verkaufte Ende Mai seine komplette Position. Charttechnisch nähert sich die Aktie nun einer wichtigen Marke. Der 50-Tage-Durchschnitt verläuft aktuell bei 4,29 Euro. Bis dorthin hat der Kurs noch reichlich Luft.

Nach der extremen Rallye im Frühjahr kühlt der Markt ab. Der Relative-Stärke-Index ist mit einem Wert von rund 54 wieder im neutralen Bereich angekommen. Die überkaufte Phase ist damit beendet. Dreht die Stimmung im Halbleitersektor wieder ins Plus, bietet das aktuelle Niveau eine Basis für eine charttechnische Stabilisierung.

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