Sivers Semiconductors: LiDAR-Deal 53–138 Millionen

Sivers Semiconductors veröffentlicht Jahresbericht 2025 mit Umsatzplus von 25 Prozent, bleibt aber unprofitabel. Die Aktie verzeichnet eine starke Rallye.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzwachstum von 25 Prozent im Jahr 2025
  • Verluste schrumpfen, aber noch kein Gewinn
  • Kursanstieg um fast das Sechsfache in einem Jahr
  • Großaktionär in finanzieller Restrukturierung

Kurs vervielfacht, Bewertung gestreckt, Großaktionär in der Restrukturierung — Sivers Semiconductors liefert seinen Jahresbericht 2025 am 27. April in einem ungewöhnlich aufgeladenen Umfeld.

Starkes Umsatzwachstum, aber noch rote Zahlen

Die Q4-Zahlen hatten bereits einen Vorgeschmack gegeben. Der Umsatz stieg im Gesamtjahr 2025 um 25 Prozent gegenüber 2024 — bereinigt um Wechselkurseffekte sogar um 33 Prozent. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich auf minus 10,8 Millionen SEK, nach minus 15,6 Millionen im Vorjahr. Profitabel ist das Unternehmen damit noch nicht, aber die Verluste schrumpfen spürbar.

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Die Liquiditätsreserve lag zum Jahresende bei 43,5 Millionen SEK. Die identifizierte Projektpipeline beziffert das Unternehmen auf 453 Millionen US-Dollar.

Kursrally zieht Bewertungsfragen nach sich

Wer die Aktie vor einem Jahr hielt, hat seinen Einsatz seither fast versechsfacht. Allein in den vergangenen 30 Tagen legte der Kurs um rund 165 Prozent zu. Am 21. April schloss die Aktie an der Stockholmer Börse bei 34,20 SEK — ein Plus von knapp zehn Prozent nach einem heftigen Rücksetzer am Vortag.

Diese Dynamik hat ihren Preis. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei 20,4 — gegenüber einem Peer-Durchschnitt von 11,5 und einem breiten europäischen Halbleiter-Durchschnitt von 3,9. Die Bewertung spiegelt damit erhebliche Wachstumserwartungen wider, die das Unternehmen erst noch einlösen muss.

Zwei konkrete Wachstumstreiber, ein kritischer Termin

Der nächste operative Meilenstein ist die Partnerschaft mit POET Technologies. Gemeinsam entwickeln beide Unternehmen optische Konnektivitätslösungen für KI-Rechenzentren — mit Zielgeschwindigkeiten von 6,4 Terabit pro Sekunde und mehr, wo herkömmliche Lasertechnologien an ihre Grenzen stoßen. Prototypen sollen noch im ersten Halbjahr 2026 an Kunden demonstriert werden, die Produktionsreife ist für Ende 2026 geplant. Das laufende Quartal ist das letzte im H1-Fenster.

Parallel dazu hat Sivers einen LiDAR-Kunden gewonnen, der ab Q4 2026 in die Serienproduktion einsteigt. Das kumulierte Umsatzpotenzial aus Lasern und optischen Verstärkern über den Produktlebenszyklus liegt laut Unternehmensangaben bei 53 bis 138 Millionen US-Dollar.

Großaktionär unter Druck

Ein strukturelles Risiko bleibt bestehen. Achilles Capital, einer der größten Aktionäre von Sivers, und die Muttergesellschaft DDM Finance haben im Vorfeld der Fälligkeit von Anleihen über rund 225 Millionen Euro im April 2026 einen Restrukturierungsantrag gestellt. Der Plan sieht unter anderem den Verkauf von Technologie- und Life-Science-Beteiligungen im Wert von 30 bis 50 Millionen Euro vor.

Ob dabei auch die Sivers-Beteiligung zur Disposition steht, ist offen. Die Hauptversammlung am 27. Mai 2026 könnte hier mehr Klarheit bringen — der Jahresbericht, der vier Tage zuvor erscheint, dürfte diese Frage kaum beantworten.

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