Sivers Semiconductors: Vathulya kauft 24.000 Aktien
Vier Top-Manager von Sivers Semiconductors kaufen nach einem Kursrutsch von fast 40 Prozent massiv eigene Aktien. Der Halbleiterkonzern treibt parallel Milliarden-Projekte voran.

- CEO und Vorstand kaufen Aktien
- Kursverlust von 40 Prozent in einem Monat
- Projektpipeline von 800 Millionen Dollar
- Nasdaq-Listing in Vorbereitung
Vier Führungskräfte greifen zu, während der Kurs binnen eines Monats fast 40 Prozent verliert. CEO Vickram Vathulya und drei Vorstandsmitglieder kauften am 9. Juli 2026 in großem Stil eigene Aktien des schwedischen Halbleiterherstellers. Das Timing wirft eine Frage auf: Sehen die Insider einen Boden, wo der Markt noch Risiko preist?
Geschlossene Insider-Front
Am Donnerstag griffen gleich vier Personen aus der Führungsebene zu:
- CEO Vickram Vathulya kaufte 24.000 Aktien zu je 4,11 US-Dollar, ein Investment von rund 98.640 Dollar (etwa 950.000 schwedische Kronen).
- Board-Mitglied Todd Thomson erwarb 12.500 Aktien zu 42,80 Kronen, macht knapp 535.000 Kronen.
- Karin Raj sicherte sich 13.264 Aktien zu 34,68 Kronen.
- Helena Svancar kaufte 11.019 Aktien zu 41,74 Kronen.
Diese Käufe fallen in eine schwierige Phase für den Titel. Erst am 3. Juni markierte die Aktie mit 10,23 Euro ihr 52-Wochen-Hoch. Seitdem ging es steil bergab.
Kursverfall und technische Lage
Aktuell notiert die Aktie bei 4,21 Euro, ein moderates Plus von 0,57 Prozent zum Vortag. Auf Wochensicht steht dennoch ein Minus von 19 Prozent zu Buche, auf Monatssicht sogar von 39,09 Prozent.
Der Wert liegt damit rund 32 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 6,23 Euro. Der 14-Tage-RSI von 38,9 deutet auf eine überverkaufte Situation hin. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von fast 223 Prozent zeigt, wie heftig die Kursausschläge zuletzt waren.
Nach Bekanntwerden der Insider-Käufe schoss die Aktie an der Stockholmer Börse am Freitagvormittag zunächst um mehr als 11 Prozent nach oben. Die Rally verpuffte im Tagesverlauf wieder. Kein Wunder, dass Anleger nach den heftigen Verlusten der vergangenen Wochen nervös auf jedes Signal reagieren.
Wachstumspipeline als Kontrastprogramm
Während der Kurs schwankt, meldet Sivers operative Fortschritte. Das Unternehmen bestätigte einen Produktionsauftrag von 8,2 Millionen Dollar von ALL.SPACE für Ka-Band-Beamforming-Chips. Parallel dazu entwickelt Sivers gemeinsam mit GlobalFoundries optische Lösungen für KI-Rechenzentren.
Das Management beziffert die gesamte Projektpipeline auf etwa 800 Millionen Dollar. Der Konzern bereitet außerdem ein Dual-Listing an der Nasdaq vor. Ziel ist mehr Liquidität und Zugang zu US-Technologieinvestoren.
Im Jahresbericht 2025 nahm Sivers bereits gezielte Anpassungen an US-Vorschriften vor. Trotz der jüngsten Talfahrt hält der Konzern eine Marktkapitalisierung von rund 1,05 Milliarden Euro. Verglichen mit dem 52-Wochen-Tief von 0,27 Euro im März liegt die Aktie noch immer massiv im Plus.
Der nächste Fixpunkt für die Aktie ist der Quartalsbericht am 27. August 2026. Bis dahin bleiben der ALL.SPACE-Auftrag und die Nasdaq-Pläne die wichtigsten Argumente, mit denen das Management um das Vertrauen der Anleger wirbt.
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