SK Hynix Aktie: 10-Prozent-Absturz trotz Huang-Besuch
SK Hynix Aktie verliert trotz Nvidia-Chefbesuch in Seoul fast zehn Prozent. KI-Fabriken und neue Chip-Generation bieten langfristige Perspektiven.

- Kurssturz um fast zehn Prozent
- Nvidia-Chef besucht Südkorea
- Fokus auf Robotik und KI-Fabriken
- Neue Vera-Rubin-Plattform in Produktion
Nvidia-Chef Jensen Huang tourt durch Seoul und skizziert die nächste Stufe der KI-Revolution. An der Börse reagieren Investoren indes mit einem harten Schnitt. Die Papiere von SK Hynix, dem wichtigsten Speicherlieferanten für Nvidias Beschleuniger, kassierten zum Wochenausklang einen massiven Dämpfer.
Am Freitag brach der Kurs um knapp zehn Prozent auf 2.070.000 südkoreanische Won ein. Auf Wochensicht steht ein Minus von rund elf Prozent auf der Anzeigetafel.
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Dieser Rücksetzer relativiert sich beim Blick auf das große Bild. Seit Jahresanfang verzeichnet der Titel noch immer ein gewaltiges Plus von gut 205 Prozent.
Nvidias Agenda in Seoul
Der Abverkauf fällt ausgerechnet in eine Phase intensiver technologischer Weichenstellungen. Jensen Huang landete in Südkorea für Gespräche mit den Spitzen von SK, Samsung, Hyundai und LG. Im Zentrum steht längst nicht mehr nur die reine Beschaffung von High-Bandwidth-Memory (HBM).
Huang rückt Robotik und physische Künstliche Intelligenz in den Fokus. Für SK Hynix bedeutet das eine strategische Erweiterung. Das Unternehmen liefert nicht nur Speicherchips für Server, sondern integriert KI-Werkzeuge zunehmend in die eigene Halbleiterfertigung.
KI-Fabriken als neuer Treiber
Die technologische Roadmap untermauert diese Entwicklung. Nvidia fährt aktuell die Produktion seiner neuen Vera-Rubin-Plattform hoch. Diese soll die Leistung der Vorgängergeneration Grace Blackwell um das Zehnfache übertreffen.
Parallel dazu baut die übergeordnete SK Group eine KI-Fabrik mit mehr als 50.000 Nvidia-Grafikprozessoren. SK Hynix selbst nutzt die Technologie bereits für die Beschleunigung des Chipdesigns und für digitale Zwillinge der eigenen Produktionsanlagen. Das bindet den Speicherhersteller noch enger an das Ökosystem aus Kalifornien.
Charttechnisch hat die Korrektur den heißgelaufenen Titel abgekühlt. Der RSI-Wert von knapp 60 signalisiert, dass die Aktie den extrem überkauften Bereich verlassen hat. Bis zur wichtigen 50-Tage-Linie bei 1.457.100 Won bleibt ein massiver Puffer von über 40 Prozent.
Die nächsten Impulse hängen direkt an den Ergebnissen der Seoul-Gespräche. Feste Lieferverträge für die anlaufende Vera-Rubin-Generation würden die aktuelle Bewertung fundamental untermauern. Ohne neue kommerzielle Zusagen rückt die 50-Tage-Linie als nächstes mittelfristiges Auffangbecken in den Fokus.
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