SK Hynix Aktie: 14-Milliarden-Dollar-IPO in den USA geplant

SK Hynix und Nvidia besiegeln mehrjährige Technologiepartnerschaft. Der Deal umfasst gemeinsame Chip-Entwicklung und stärkt SK Hynix' Position als Schlüssellieferant.

Die Kernpunkte:
  • Mehrjährige Technologiepartnerschaft unterzeichnet
  • Gemeinsame Entwicklung von Speicherchips
  • Waferproduktion soll sich verdoppeln
  • US-Börsengang für zweite Jahreshälfte geplant

SK Hynix und Nvidia haben am 8. Juni 2026 eine mehrjährige Technologiepartnerschaft unterzeichnet. Der Deal geht weit über die bisherige Rolle des südkoreanischen Chipkonzerns als HBM-Lieferant hinaus — und dürfte die Erlösstruktur des Unternehmens grundlegend verändern.

Mehr als ein Liefervertrag

Die Partnerschaft deckt die gemeinsame Entwicklung von Speicherchips der nächsten Generation ab. SK Hynix liefert Arbeitsspeicher für Nvidias Vera-CPU-Plattform, für Vera Rubin AI-Supercomputer, RTX Spark-PCs und Jetson Thor-Robotikplattformen. Nvidia-CEO Jensen Huang sprach von einem „sehr großen Jahr“ mit SK Hynix und kündigte eine „sehr, sehr starke zweite Jahreshälfte“ an.

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Nvidia schätzt, dass die Vera-CPU-Plattform langfristig ein 200-Milliarden-Dollar-Geschäft werden könnte. Für SK Hynix bedeutet eine bestätigte Lieferrolle dort eine substanzielle neue Einnahmequelle.

Hinzu kommt ein technologischer Umbau der eigenen Fertigung. Beide Unternehmen wollen KI auf den Chip-Designprozess anwenden — mit Nvidia-Werkzeugen wie CUDA-X-Bibliotheken und PhysicsNeMo. SK Hynix plant außerdem, digitale Zwillinge seiner Fabriken aufzubauen, um vollständig autonome Produktionsabläufe zu ermöglichen.

Kapazitäten verdoppeln, Börse erschließen

SK Group-Chairman Chey Tae-won hat angekündigt, die Waferproduktion innerhalb von fünf Jahren zu verdoppeln. Er rechnet mit einem strukturellen Engpass bei Speicherchips bis 2030. Neue Kapazitäten entstehen in Cheongju, im Halbleitercluster Yongin und in einem Verpackungswerk in den USA. Die Investitionsausgaben 2026 sollen die 30,2 Billionen Won des Vorjahres deutlich übertreffen.

Parallel plant SK Hynix ein US-Börsenlisting. Das Unternehmen hat im März 2026 vertraulich bei der SEC einen Antrag auf American Depositary Receipts eingereicht. Der Zeitplan zielt auf die zweite Jahreshälfte 2026. Der Erlös könnte bis zu 14 Milliarden Dollar erreichen — bei einem Streubesitz von rund zwei bis drei Prozent der Aktien. Das Kapital soll direkt in den Kapazitätsausbau fließen, unter anderem in ein Großprojekt in Indiana.

Rekordkurs, dann Korrektur

Die operative Stärke ist beeindruckend. Im ersten Quartal 2026 erzielte SK Hynix einen Umsatz von 53 Billionen Won — ein Plus von 198 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn stieg um 398 Prozent auf 40 Billionen Won, die Gewinnmarge lag bei 77 Prozent. Der Gewinn je Aktie übertraf die Analystenerwartungen um 52 Prozent.

Die Aktie spiegelt diese Dynamik wider — mit einem Jahresplus von über 215 Prozent. Nach dem Allzeithoch von 2.407.000 KRW Anfang Juni hat der Kurs allerdings knapp zehn Prozent korrigiert und schloss zuletzt bei 1.911.000 KRW. Kein ungewöhnlicher Rücksetzer nach einer solchen Rallye.

SK Hynix erwartet, dass die starke Preisumgebung für HBM-Chips bis ins nächste Jahr anhält. Ab 2027 könnte zudem die Nachfrage nach LPDDR-Speicher — insbesondere für Nvidias Vera Rubin-Plattform — das Angebot am Gesamtmarkt spürbar einschränken.

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