SK Hynix Aktie: 16 Prozent Sprung auf Vera-Rubin-Deal

SK Hynix erholt sich mit einem Kurssprung von fast 16 Prozent. Ein neuer Deal mit Nvidia beflügelt die Fantasie der Anleger.

Die Kernpunkte:
  • Kurssprung von fast 16 Prozent
  • Neue Partnerschaft mit Nvidia
  • Ausländische Investoren ziehen Kapital ab
  • Aktie bleibt auf Wochensicht im Minus

Südkoreas Technologiewerte erleben eine wilde Achterbahnfahrt. Auf einen brutalen Ausverkauf zum Wochenstart folgte am Dienstag eine massive Gegenbewegung. Im Zentrum des Geschehens steht SK Hynix. Schnäppchenjäger griffen bei dem Speicherchip-Spezialisten massiv zu.

Der breite Markt dreht

Der südkoreanische Leitindex KOSPI schoss um gut acht Prozent nach oben. Am Montag war das Barometer noch in ähnlicher Größenordnung eingebrochen. Globale Schwäche bei Tech-Werten und geopolitische Spannungen hatten die Kurse zuvor stark belastet.

SK Hynix führte die Erholung mit einem Kurssprung von fast 16 Prozent an. Die Aktie schloss bei 2.215.000 südkoreanischen Won. Rückenwind kam aus den USA. Dort hatte der Halbleiterindex Philadelphia SE über Nacht deutlich zugelegt.

Nvidia-Pakt befeuert Fantasie

Ein frischer Deal stützt die Stimmung. SK Hynix und Nvidia haben eine mehrjährige Technologiepartnerschaft geschlossen. Die Südkoreaner entwickeln künftig Speicherchips für Nvidias neue Vera-Rubin-Supercomputer.

Das Abkommen umfasst auch Robotik-Plattformen und KI-Infrastruktur. SK Hynix baut parallel dazu seine Produktionskapazitäten für HBM4-Speicher aus. Der Konzern bleibt damit eng an die hohe Nachfrage nach KI-Rechenzentren gekoppelt.

Ausländer verkaufen weiter

Die Markbreite verbesserte sich am Dienstag enorm. Auf dem KOSPI stiegen 774 Werte, während nur 133 fielen. Ein Detail trübt das Bild. Ausländische Investoren zogen netto rund zwei Billionen Won aus dem Markt ab.

Einheimische Institutionelle stützten die Kurse als Nettokäufer. Das zeigt: Die aktuelle Erholung basiert stark auf kurzfristigen Positionierungen. Ausländisches Kapital kehrt noch nicht auf breiter Front zurück.

Extreme Volatilität bleibt

Trotz des Kurssprungs notiert SK Hynix auf Wochensicht noch 3,6 Prozent im Minus. Die jüngste Korrektur ist also nicht vollständig ausgebügelt. Seit Jahresbeginn steht allerdings ein massives Plus von 227 Prozent auf der Anzeigetafel.

Die Aktie handelt aktuell rund acht Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Der Abstand zur 50-Tage-Linie beträgt 47 Prozent. Eine annualisierte Volatilität von fast 99 Prozent unterstreicht die anhaltende Nervosität der Anleger.

Die extreme Schwankungsbreite macht die Aktie anfällig für schnelle Stimmungswechsel. Die Nvidia-Partnerschaft untermauert das fundamentale Geschäft. Halten die ausländischen Investoren ihren Verkaufsdruck aufrecht, drohen bei SK Hynix jedoch rasch neue Rücksetzer.

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