SK Hynix Aktie: 28 Milliarden für Nasdaq-Debüt

SK Hynix strebt mit einem Börsengang in den USA rund 28 Milliarden Dollar an, um die Produktion von KI-Speicherchips massiv auszubauen.

Die Kernpunkte:
  • Börsendebüt an der Nasdaq am 10. Juli
  • Kapital für ASML-Maschinen im Wert von 12 Billionen Won
  • HBM-Speicherchips für Nvidia und Google
  • Aktienkurs seit Jahresbeginn um 216 Prozent gestiegen

SK Hynix drängt an die Wall Street. Der südkoreanische Chipriese will beim Nasdaq-Debüt rund 28 Milliarden US-Dollar einsammeln. Mit diesem Kapital rüstet sich der Konzern für den KI-Boom. Die Pläne sind gigantisch.

Der überarbeitete Börsenprospekt liefert nun konkrete Termine. Die Aktien sollen am 10. Juli an der US-Technologiebörse starten. Den finalen Ausgabepreis legt das Management voraussichtlich am Vortag fest. Ein Großteil der Einnahmen fließt direkt in neue Ausrüstung.

Großeinkauf bei ASML

SK Hynix bestellt im großen Stil beim niederländischen Anlagenbauer ASML. Umgerechnet fast 12 Billionen Won fließen in neue EUV-Lithografiesysteme. Das reicht für mehrere Dutzend dieser hochkomplexen Anlagen. ASML liefert die Geräte voraussichtlich bis Dezember 2027 aus.

Diese Technologie ist für den Chiphersteller entscheidend. Ohne die Maschinen lassen sich keine modernen KI-Chips fertigen. Der Konzern baut die Anlagen in seiner Fabrik in Cheongju auf. Dort produziert SK Hynix spezielle HBM-Speicherchips. Auch der neue Yongin-Halbleiterkomplex erhält einen Teil der Ausrüstung.

Engpass im Speicher-Markt

Große Tech-Konzerne wie Nvidia und Google reißen dem Unternehmen die Speicherbausteine förmlich aus den Händen. Die Nachfrage übersteigt die aktuelle Produktionskapazität deutlich. Das zwingt SK Hynix zum raschen Ausbau. Der Sprung an die US-Börse sichert dafür die nötige Finanzierung.

An der Heimatbörse erlebten Investoren zuletzt enorme Volatilität. Seit dem Jahreswechsel steht ein massives Plus von 216 Prozent auf der Anzeigetafel. Die letzte Handelswoche brachte aber einen spürbaren Rücksetzer von 16 Prozent.

Der Schlusskurs vom Dienstag lag bei gut 2,2 Millionen Won. Damit notiert das Papier knapp 28 Prozent unter seinem Rekordhoch vom Juni.

Der Markt blickt nun auf den kommenden Donnerstag. Dann fixiert das Management den Ausgabepreis für die US-Hinterlegungsscheine. Der erste Handelstag am Freitag markiert den Startschuss für die milliardenschwere Expansion.

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