SK Hynix Aktie: 37,6 Billionen Won operativer Gewinn

SK Hynix meldet dank KI-Nachfrage Rekordgewinne und operative Marge von 72 Prozent. Analysten heben Kursziele deutlich an.

Die Kernpunkte:
  • Operativer Gewinn steigt auf 37,6 Billionen Won
  • KI-Infrastruktur treibt Speicherpreise massiv
  • Analysten erhöhen Kursziele auf bis zu 4 Mio. Won
  • Gewerkschaftskonflikt bleibt latentes Risiko

SK Hynix liefert gerade das Zahlenbild, das KI-Anleger sehen wollen. Der Speicherchip-Konzern verdient so viel wie nie, weil Rechenzentren mehr HBM, Server-DRAM und schnelle SSDs kaufen. Die Aktie zieht kräftig an, Analysten setzen ihre Erwartungen höher.

Am Donnerstag notiert der Titel bei 1.948.000 Won und gewinnt damit 11,63 Prozent. Damit liegt die Aktie nur noch 1,42 Prozent unter ihrem jüngsten Hoch von 1.976.000 Won.

Rekordquartal treibt die Neubewertung

Im ersten Quartal 2026 erzielte SK Hynix einen operativen Gewinn von 37,6 Billionen Won. Der Umsatz erreichte 52,6 Billionen Won und lag erstmals über der Marke von 50 Billionen Won.

Noch stärker wirkt die Marge. Die operative Marge kam auf 72 Prozent, der Gewinn stieg gegenüber dem Vorjahr um 405,5 Prozent. Gegenüber dem Vorquartal hat sich das operative Ergebnis nahezu verdoppelt.

Der Kern ist klar: KI-Infrastruktur frisst Speicher. Besonders High Bandwidth Memory bleibt knapp und teuer. Dazu kommen hochkapazitive Server-DRAM-Module und Enterprise-SSDs, die in großen Rechenzentren gebraucht werden.

Die Preisdynamik fällt entsprechend stark aus. Die durchschnittlichen Verkaufspreise für DRAM stiegen im Quartalsvergleich im mittleren 60-Prozent-Bereich. Bei NAND-Flash lag das Plus sogar im mittleren 70-Prozent-Bereich.

Analysten ziehen Kursziele hoch

Die Neubewertung zeigt sich auch in den Kurszielen. Nomura erhöhte das Ziel für SK Hynix auf 4 Millionen Won und verweist auf einen anhaltenden Superzyklus bei HBM und klassischem DRAM. Dieser Trend soll die Eigenkapitalrendite bis 2027 stützen.

Shinhan Securities verdoppelte das Kursziel auf 3,8 Millionen Won. IBK Investment & Securities zog sein Ziel auf 1,8 Millionen Won hoch. Die Spannbreite bleibt groß, aber die Richtung ist eindeutig.

Auch der Gesamtmarkt reagiert. Die Korea Exchange aktivierte am Vormittag einen Buy-Side-Sidecar, nachdem Kospi-Futures um mehr als 5 Prozent gestiegen waren. Rückenwind kam auch von Samsung Electronics, wo eine vorläufige Einigung im Arbeitskonflikt half.

Auf Sicht von 30 Tagen liegt SK Hynix nun 59,15 Prozent im Plus. Seit Jahresanfang steht ein Gewinn von 187,74 Prozent zu Buche. Das ist viel Vorschuss, selbst für einen Profiteur des KI-Ausbaus.

Arbeitskonflikt bleibt ein Störfaktor

Ganz frei von Risiken ist die Story nicht. Die Gewerkschaft P&S Logis, die Beschäftigte von Subunternehmen vertritt, fordert direkte Tarifverhandlungen und eine Gewinnbeteiligung von 30 Prozent.

Brisant ist der Zeitpunkt. Seit März 2026 erweitert das sogenannte Yellow Envelope Law in Südkorea den Arbeitgeberbegriff in bestimmten Arbeitskonflikten. SK Hynix hatte zuvor 10 Prozent des operativen Gewinns für einen Bonusfonds vorgesehen.

Finanziell ist der Konzern derzeit stark aufgestellt. Die liquiden Mittel stiegen zum Quartalsende auf 54,3 Billionen Won, die Netto-Cash-Position lag bei rund 35 Billionen Won. Das gibt Spielraum, ändert aber nichts am Druck auf Lieferketten und Belegschaft.

Für die Branche bleibt der Ausblick expansiv. Der globale Halbleitermarkt soll 2026 die Marke von 1 Billion Dollar überschreiten, der Speichermarkt könnte auf 677,5 Milliarden Dollar wachsen. Entscheidend ist nun, ob SK Hynix die hohen HBM-Preise halten und die Nachfrage der KI-Kunden bedienen kann.

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