SK Hynix Aktie: 40 Billionen Won für US-Listing geplant

SK Hynix priorisiert DDR5-Produktion wegen hoher Margen und verschiebt HBM4-Hochlauf. US-Börsengang rückt näher.

Die Kernpunkte:
  • Fokuswechsel zu DDR5-Speicherchips
  • HBM4-Produktion wird zurückgefahren
  • HBM4E-Muster bereits an Kunden
  • US-Listing für Juli geplant

SK Hynix dreht an der Produktionsstrategie. Der südkoreanische Speicherchiphersteller bremst den Ausbau seiner HBM4-Fertigung und setzt stattdessen stärker auf DDR5-Standardspeicher. Der Grund ist simpel: Die Margen locken.

DDR5 schlägt HBM4 – vorerst

Konkret verzögert SK Hynix die Umrüstung bestimmter HBM3E-Produktionslinien auf HBM4. Diese Kapazitäten fließen nun in die DDR5-Fertigung. Der Hintergrund: Im konventionellen DRAM-Markt herrschen aktuell massive Angebotsengpässe. Für DDR5 könnten die operativen Margen in diesem Jahr bis zu 90 Prozent erreichen.

Hinzu kommt ein externes Signal. Die Produktionsplanung für Nvidias nächste Chip-Generation „Rubin“ soll zurückgegangen sein. Rubin war als Hauptabnehmer von HBM4 eingeplant. Fällt dieser Treiber weg, sinkt der Druck, die HBM4-Kapazitäten schnell hochzufahren.

SK Hynix hält nach eigenen Angaben mehr als 40 Prozent des globalen HBM-Markts. Das Unternehmen sieht seine Führungsposition bei HBM3 und HBM3E bis Ende 2026 als gesichert an. Kein Wunder, dass der Konzern die Dringlichkeit für einen schnellen HBM4-Hochlauf anders bewertet als Wettbewerber.

HBM4E-Muster bereits verschickt

Trotz des taktischen Rückzugs bei HBM4 treibt SK Hynix die nächste Generation parallel voran. Am 18. Juni verschickte das Unternehmen Muster seines 12-lagigen HBM4E an Großkunden. Der Chip erreicht eine Datenübertragungsrate von 16 Gigabit pro Sekunde je Pin und soll effizienter im Stromverbrauch sein. Die Technologie ist also bereit — die Massenproduktion wartet auf das richtige Marktfenster.

US-Listing rückt näher

Parallel läuft ein weiteres Großprojekt. SK Hynix bereitet offenbar die Einreichung von Unterlagen bei der südkoreanischen Finanzaufsicht für ein American Depositary Receipt vor. Branchenschätzungen zufolge könnte das ADR-Angebot bis zu 40 Billionen Won einbringen — umgerechnet rund 26 Milliarden Dollar. Schließt die Aufsichtsbehörde ihre Prüfung bis zum 3. Juli ab, könnte der Handel in New York bereits im Juli starten.

Die Aktie notiert aktuell bei 2.585.000 Won und hat seit Jahresbeginn rund 282 Prozent zugelegt. Vom 52-Wochen-Hoch, das erst am 22. Juni markiert wurde, trennen den Kurs noch etwa 12 Prozent.

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