SK Hynix Aktie: 4,7% Minus trotz 40-Billionen-Rückkauf
SK Hynix weist Berichte zu Intel Foundry zurück, kauft eigene Aktien ein und erhöht trotz starker Quartalszahlen die Ausschüttungsziele.

- Intel Foundry derzeit nicht vorgesehen
- Aktie verliert 4,7 Prozent
- Rückkauf über 40 Billionen Won
- Ausschüttungsziel steigt über 50 Prozent
SK Hynix hat einem Medienbericht widersprochen, wonach der Speicherchiphersteller Intel Foundry als zweite Fertigungsquelle für HBM4E-Basis-Chips neben TSMC prüfe. Das Unternehmen erklärte, es ziehe Intel Foundry derzeit nicht für die HBM4E-Produktion in Betracht. Damit dementierte SK Hynix am Dienstag einen Bericht der südkoreanischen Wirtschaftszeitung Herald Economy vom selben Tag.
Die Aktie kam davon unbeeindruckt zunächst kaum – der eigentliche Kursdruck der vergangenen Woche geht auf andere Themen zurück, etwa die abgelehnte Lohnvereinbarung mit der Gewerkschaft vor gut einer Woche und die Grundsteinlegung für die HBM-Verpackungsfabrik am vergangenen Samstag.
Am heutigen Mittwoch verliert das Papier weitere 4,7 Prozent und fällt auf 1.613.000 Won, nachdem es am Dienstag noch bei 1.693.000 Won geschlossen hatte. Der Kurs bewegt sich damit klar unterhalb seines 50-Tage-Durchschnitts, was die kurzfristige Schwächephase unterstreicht.
Aktienrückkauf als Signal an die Anleger
Vor diesem Hintergrund gewinnt eine Entscheidung vom 19. August an Bedeutung, die zeigen sollte, wie das Management die eigene Bewertung einschätzt. Der Vorstand beschloss den Rückkauf und die vollständige Einziehung von Aktien im Volumen von 40 Billionen Won, umgerechnet rund 24,07 Millionen Aktien oder etwa 3,3 Prozent aller ausstehenden Anteile.
Die Rückkaufperiode läuft über rund drei Monate ab dem 20. August, sämtliche zurückgekaufte Aktien sollen nach Abschluss eingezogen werden. Das Unternehmen begründete den Schritt damit, der innere Wert spiegele sich im aktuellen Aktienkurs nicht ausreichend wider.
Parallel dazu kündigte SK Hynix an, die Zielgröße für Ausschüttungen an Aktionäre von bislang „bis zu 50 Prozent des kumulierten freien Cashflows“ auf „über 50 Prozent“ anzuheben.
Die Rückführung soll künftig über einen zweigleisigen Ansatz erfolgen – Aktienrückkäufe mit Einziehung kombiniert mit Bardividenden, wobei auch feste Dividenden und Sonderausschüttungen geprüft werden. Möglich wird dies durch eine deutlich verbesserte Cash-Generierung: Zum Ende des zweiten Quartals 2026 verfügte SK Hynix über einen Nettocash-Bestand von rund 69 Billionen Won.
Starke Geschäftszahlen, aber Sorgen um Bewertung
Die finanzielle Basis für diese Ausschüttungspolitik legte SK Hynix Ende Juli mit Rekordzahlen für das zweite Quartal 2026. Der Umsatz erreichte 79,3187 Billionen Won, der operative Gewinn 60,5426 Billionen Won – eine operative Marge von 76 Prozent.
Der Nettogewinn belief sich auf 93,9226 Billionen Won, was einer Nettomarge von 118 Prozent entspricht. Im Jahresvergleich legten Umsatz und operativer Gewinn um 257 beziehungsweise 557 Prozent zu.
Für das dritte Quartal 2026 rechnet das Management mit einem Anstieg der DRAM-Auslieferungen um rund 10 Prozent gegenüber dem Vorquartal, bei NAND wird ein Zuwachs im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet.
Die Investitionen für 2026 sollen im hohen Bereich von 40 Billionen Won liegen, um die Produktion am Werk M15X zu beschleunigen. Langfristige Lieferverträge mit rund zehn Kunden sollen die Basis für die für 2027 angepeilte Massenproduktion von HBM4E-Speicherchips bilden.
Trotz der starken operativen Entwicklung bleibt die Aktie volatil: Mit einem Kurs-Rückgang von 4,4 Prozent binnen sieben Tagen zeigt sich, dass Anleger die jüngsten Wachstumsstorys rund um Speicherchips und Rekordgewinne derzeit skeptisch hinterfragen – trotz milliardenschwerer Rückkaufprogramme und verbesserter Kapitalrückführung.
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