SK Hynix Aktie: 550.000 auf 1 Million Wafer bis 2031

Trotz eines Kurssturzes von zehn Prozent treibt SK Hynix die Verdopplung der DRAM-Waferkapazität bis 2031 voran.

Die Kernpunkte:
  • Broadcom enttäuscht, Halbleiterindex fällt
  • DRAM-Kapazität soll auf eine Million steigen
  • Huang bestätigt HBM4-Lieferungen für Nvidia
  • US-Börsengang mit Milliarden-Erlös geplant

Knapp zehn Prozent Kursverlust an einem einzigen Handelstag — und trotzdem präsentiert SK Hynix eine der ambitioniertesten Expansionspläne der Halbleiterbranche. Der Kontrast zwischen kurzfristiger Marktpanik und langfristiger Wachstumsstrategie war selten so scharf wie in dieser Woche.

Broadcom zieht den Halbleitersektor mit

Auslöser des Freitagseinbruchs war nicht SK Hynix selbst. Broadcom enttäuschte mit einem KI-Umsatzausblick von 16 Milliarden US-Dollar — der Markt hatte 17,2 Milliarden erwartet. Die Reaktion war brutal: Der PHLX Semiconductor Index verlor 10,3 Prozent, SK Hynix schloss bei 2.070.000 KRW. Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf gut elf Prozent.

Dabei bleibt der Jahreskontext bemerkenswert. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 206 Prozent zugelegt — trotz des aktuellen Rücksetzers liegt sie noch 42 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Südkoreanische Privatanleger nutzen den Einbruch bereits als Einstiegsgelegenheit und kaufen gehebelte ETFs auf SK Hynix und Samsung.

Kapazität soll sich bis 2031 fast verdoppeln

Hinter dem Kurslärm steht eine strategische Weichenstellung. SK Hynix plant, seine monatliche DRAM-Waferkapazität von rund 550.000 auf eine Million Einheiten zu steigern — bis 2030 oder 2031. Das Herzstück ist der Halbleitercluster in Yongin, in den rund 120 Billionen Won fließen sollen. Sechs Bauphasen starten ab Februar 2027, jede bringt 60.000 zusätzliche Wafer pro Monat. Allein der Yongin-Standort soll bis zur ersten Jahreshälfte 2030 monatlich 360.000 Wafer liefern.

Parallel dazu nimmt das Werk M15X in Cheongju in der zweiten Jahreshälfte 2026 den Betrieb auf — zunächst mit 40.000 Wafer pro Monat, bis 2027 soll die Kapazität auf 80.000 steigen. Treiber dieser Expansion ist High Bandwidth Memory: HBM benötigt dreimal mehr Waferkapazität als Standard-DDR5.

Jensen Huang in Seoul — und ein Marktanteil von 58 Prozent

Nvidia-Chef Jensen Huang reiste diese Woche nach Seoul und traf SK-Group-Chairman Chey Tae-won. Huang bestätigte dabei, dass SK Hynix für die HBM4-Lieferungen der kommenden Vera-Rubin-Plattform qualifiziert ist. Analysten rechnen damit, dass SK Hynix 60 bis 70 Prozent des HBM4-Volumens für Nvidias nächste Hardwaregeneration übernimmt — eine Ausgangsposition, die auf dem aktuellen Marktanteil von 58 Prozent im HBM-Segment aufbaut.

Hinzu kommt der geplante US-Börsengang. SK Hynix hat im März vertraulich einen ADR-Antrag bei der SEC eingereicht und berichtet von „enorm positivem“ Feedback. Die potenziellen Erlöse werden auf bis zu 14 Milliarden US-Dollar geschätzt — Kapital, das die Expansionspläne direkt stützen würde. Der RSI liegt nach dem Rücksetzer bei 59,8 und signalisiert damit keine überkaufte Lage mehr: Die technische Ausgangssituation für eine Erholung ist zumindest nicht belastet.

SK Hynix-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SK Hynix-Analyse vom 7. Juni liefert die Antwort:

Die neusten SK Hynix-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SK Hynix-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SK Hynix: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu SK Hynix