SK Hynix Aktie: 70 Billionen Won Q2-Gewinn erwartet

Trotz optimistischer Analystenprognosen und KI-Boom verliert die SK Hynix Aktie deutlich. Ein Blick auf die Ursachen des Kurseinbruchs.

Die Kernpunkte:
  • Analysten erhöhen Kursziele auf Rekordniveau
  • KI-Nachfrage treibt operative Gewinnerwartung
  • Aktie fällt trotz positiver Wochenbilanz
  • Geopolitische Risiken belasten den Markt

SK Hynix erlebt eine Woche mit zwei sehr unterschiedlichen Gesichtern. Der KI-Boom treibt die Erwartungen immer weiter nach oben. Am Freitag kippte die Stimmung trotzdem deutlich. Die Aktie schloss bei 1.819.000 Won und verlor 7,66 Prozent.

Der Widerspruch ist klar: Analysten heben ihre Kursziele auf Rekordniveau, während der Markt kurzfristig Risiko abbaut. Kein Wunder, dass der Titel so heftig schwankt.

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Kursziele steigen weiter

KB Securities hob sein Kursziel Mitte Mai auf 3 Millionen Won an. Zuvor lag es bei 2,8 Millionen Won. Es war bereits die achte Anhebung der Bank in diesem Jahr.

Die Begründung liegt im Speicherzyklus. KB erwartet stark steigende DRAM- und NAND-Preise. Für das Gesamtjahr stehen Zuwächse von 194 Prozent und 244 Prozent im Raum.

Macquarie zog nach und erhöhte das Kursziel um 61 Prozent auf 2,9 Millionen Won. Die Bank rechnet damit, dass der weltweite Mangel an Speicherchips bis über 2027 hinaus anhält.

Besonders wichtig bleibt High Bandwidth Memory. Diese Chips treiben KI-Server an und sind bei NVIDIA-Systemen zentral. Macquarie erwartet für HBM allein 2027 einen Preisanstieg von mehr als 50 Prozent.

KI-Nachfrage treibt die Prognosen

Die Schätzungen für das zweite Quartal fallen entsprechend extrem aus. KB Securities erwartet einen operativen Gewinn von 70 Billionen Won. Das wäre ein Plus von 660,4 Prozent zum Vorjahr.

Die operative Marge könnte 78,1 Prozent erreichen. Damit läge SK Hynix potenziell an der Spitze der globalen Chipbranche. Solche Werte erklären, warum die Aktie zuletzt fast senkrecht lief.

Die Abhängigkeit vom KI-Geschäft bleibt hoch. Im ersten Quartal erzielte SK Hynix mit NVIDIA Umsätze von 7,78 Billionen Won. Das entsprach 14,8 Prozent des Gesamtumsatzes.

Ein neuer Großkunde steuerte weitere 12,4 Prozent bei. Marktteilnehmer vermuten Microsoft oder Google dahinter. Offiziell benannt wurde der Kunde nicht.

Markt dreht abrupt

Am Montag sprang die Aktie um 13,4 Prozent auf 1.912.000 Won. Am 13. Mai markierte sie bei 1.976.000 Won ein neues Jahreshoch. Danach folgte der Rückschlag.

Der KOSPI verlor am Freitag 6,12 Prozent, nachdem er zuvor kurz die Marke von 8.000 Punkten berührt hatte. Der Ausverkauf traf besonders Tech-Werte. SK Hynix hielt sich auf Wochensicht dennoch im Plus.

Auf Sicht von 30 Tagen steht weiter ein Kursgewinn von 60,12 Prozent. Seit Jahresanfang beträgt das Plus 168,69 Prozent. Der RSI von 68,9 zeigt aber, wie heiß der Titel inzwischen gelaufen ist.

Mehrere Belastungsfaktoren kamen zusammen. Neue Spannungen in der Straße von Hormus drückten auf die Risikobereitschaft. Ein Streik bei Samsung Electronics ab dem 21. Mai sorgte ebenfalls für Unruhe.

Der Arbeitskampf beim Konkurrenten dauert nach aktueller Planung 18 Tage. Eigentlich könnte das SK Hynix im Angebot helfen. Am Freitag überwog aber der Rückzug aus Halbleiterwerten.

Dazu endete ein US-China-Gipfel ohne formelle Einigung zu NVIDIA-Chipexporten. Für SK Hynix ist das relevant, weil KI-Chips und HBM eng zusammenhängen.

Blick auf Kapitalmarkt-Pläne

Macquarie verweist außerdem auf mögliche Schritte am Kapitalmarkt. SK Hynix prüft demnach ein ADR-Listing in den USA. Das könnte die internationale Investorenbasis verbreitern.

Außerdem soll ein Aktienrückkaufprogramm über etwa 250 Billionen Won für die kommenden zwei Jahre geplant sein. Die Formulierung bleibt wichtig: Es geht um eine geplante Maßnahme, nicht um einen bereits vollzogenen Rückkauf.

Am 27. Mai will die südkoreanische Finanzaufsicht zweifach gehebelte Produkte auf SK Hynix listen. Das dürfte Handel und Schwankungen weiter anheizen. In der neuen Woche rückt damit die Zone um eine Billion Dollar Börsenwert als technische Marke in den Vordergrund.

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