SK Hynix Aktie: 70% der Vera-Rubin-Bestellungen
Der Arbeitskampf bei Samsung beschert SK Hynix einen Kurssprung. Der Speicherhersteller nähert sich der Billionen-Dollar-Marke und dominiert das HBM4-Geschäft.

- Samsung-Streik als Kurstreiber
- Annäherung an Billionen-Dollar-Bewertung
- Dominanz bei HBM4-Chips für Nvidia
- Rekordhoch bei Aktienkrediten in Südkorea
Samsung-Arbeiter legen die Arbeit nieder — und SK Hynix profitiert. Während der südkoreanische Leitindex KOSPI am Mittwoch zeitweise um drei Prozent einbrach, erholte sich die SK-Hynix-Aktie von frühen Verlusten und drehte ins Plus.
Samsung-Streik als Katalysator
Die Nationale Samsung Electronics Union bestätigte am Mittwoch einen 18-tägigen Generalstreik, der am Donnerstag beginnt. Auslöser: Das Management hatte einen Vermittlungsvorschlag in letzter Minute abgelehnt.
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Für SK Hynix ist das eine strukturelle Chance. Fällt Samsung als Produzent teilweise aus, steigt der Druck auf die globale KI-Speicherlieferkette. Allerdings läuft SK Hynix bereits an der Kapazitätsgrenze. Die gesamte HBM-Produktion für den Rest des Jahres 2026 ist bereits ausverkauft.
Auf dem Weg zur Billion
SK Hynix nähert sich einer Marktkapitalisierung von einer Billion US-Dollar. Mitte Mai lag der Börsenwert bei rund 948 Milliarden Dollar. Erreicht das Unternehmen die Schwelle, wäre Südkorea das erste Land außerhalb der USA mit mehr als einem Billionen-Dollar-Konzern.
Treiber ist die Dominanz im HBM4-Markt. SK Hynix soll rund 70 Prozent der Nvidia-Bestellungen für die „Vera Rubin“-Plattform gesichert haben — deutlich mehr als die bislang erwarteten 50 Prozent.
Der Kurs spiegelt diese Sonderstellung. Seit Jahresbeginn legte die Aktie um rund 158 Prozent zu und notiert aktuell bei 1.745.000 Won — mehr als das Dreifache des Oktober-Tiefs.
Rekordhoch bei Margin-Krediten
Die Rally zieht Privatanleger in Scharen an. Das ist kein Wunder — aber auch kein risikofreies Zeichen. Der gesamte Bestand an Aktienkrediten in Südkorea erreichte Mitte Mai ein Rekordhoch von 36,47 Billionen Won. Das entspricht einem Anstieg von 140 Prozent gegenüber Anfang 2025.
Einige Anleger finanzieren ihre Positionen mit bis zu 150 Prozent Fremdkapital. Fast ein Drittel aller inländischen ETFs hält inzwischen nennenswerte SK-Hynix-Positionen. Diese Konzentration verstärkt die Volatilität — nach oben wie nach unten. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bereits bei knapp 79 Prozent.
Solange Nvidias KI-Nachfrage nicht nachlässt und Samsung mit Produktionsausfällen kämpft, bleibt SK Hynix in einer strukturell starken Position. Der nächste Stresstest kommt, wenn die Streikdauer bei Samsung klarer wird — und der Markt einschätzen muss, ob das Angebot wirklich so knapp bleibt wie heute.
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