SK Hynix Aktie: 7,09 Billionen Won für P&T7 genehmigt

SK Hynix investiert Milliarden in neue HBM-Fertigung. Die Aktie legt zu, getrieben von KI-Nachfrage und institutionellen Käufen.

Die Kernpunkte:
  • Aktie steigt um fast fünf Prozent
  • Milliarden für neue HBM-Packaging-Anlage
  • Institutionelle kaufen, Privatanleger verkaufen
  • Quartalszahlen Ende Juli erwartet

SK Hynix legt an einem einzigen Tag fast fünf Prozent zu. Der Grund: Der Vorstand hat eine der größten Einzelinvestitionen der Firmengeschichte genehmigt. Damit rückt der südkoreanische Speicherchip-Hersteller sein Kerngeschäft noch enger an den KI-Boom.

Die Aktie schloss am Donnerstag bei 1.919.000 Won. Das sind 4,86 Prozent mehr als am Vortag. Vom Rekordhoch aus Ende Juni bleibt SK Hynix trotzdem noch 35,75 Prozent entfernt – ein Hinweis darauf, wie volatil das Papier zuletzt gehandelt wurde.

Milliarden für die nächste HBM-Generation

Der Vorstand genehmigte eine Investition von 7,09 Billionen Won, umgerechnet rund 4,83 Milliarden Dollar. Das Geld fließt in die Packaging-Anlage P&T7 in Cheongju. Dort sollen neue Reinräume schneller öffnen und die Fertigungskapazität für High-Bandwidth-Memory-Chips deutlich wachsen.

Die Summe entspricht etwa 5,9 Prozent des gesamten Eigenkapitals von SK Hynix. Das zeigt, wie stark der Konzern auf eine Nachfrage setzt, die er selbst kaum bedienen kann. SK Hynix hält aktuell einen Marktanteil von schätzungsweise 56 bis 58 Prozent im globalen HBM-Geschäft und beliefert damit die größten Anbieter von KI-Infrastruktur weltweit.

Institutionelle kaufen, Privatanleger verkaufen

Die Handelsdaten aus Seoul zeigen ein klares Muster. Private Anleger verkauften am Donnerstag netto Aktien. Institutionelle und ausländische Investoren griffen dagegen bereits den vierten Tag in Folge zu.

Besonders auffällig: Laut Marktberichten wurden ausgerechnet jene Anleger mit den besten Monatsrenditen – die Top 1 Prozent – am Nachmittag zu aggressiven Käufern. Der breitere KOSPI-Index profitierte ebenfalls und kletterte über die Marke von 7.000 Punkten. Samsung Electronics zog mit einem Plus von 3,65 Prozent kräftig mit.

Zusätzlichen Schub lieferte eine Nachricht aus den USA. Alphabet hob seine Investitionsplanung für 2026 auf eine Spanne von 195 bis 205 Milliarden Dollar an. Das Signal kam bei Speicherchip-Investoren gut an: Wer so viel in KI-Rechenzentren steckt, braucht entsprechend mehr Speicher.

Nasdaq-Debüt verknappt das Angebot

Ein technischer Faktor verstärkt die Rally zusätzlich. Nach dem 26,5-Milliarden-Dollar-Debüt der SK-Hynix-ADRs an der Nasdaq hat der Konzern offenbar das Umwandlungslimit von 2,5 Prozent erreicht. Koreanische Stammaktien lassen sich damit vorerst nicht mehr in die US-notierten ADRs umwandeln.

Für internationale Investoren an der Nasdaq bedeutet das: Das verfügbare Angebot bleibt knapp. Solange der HBM-„Superzyklus“ anhält, stützt diese Knappheit den Kurs in Seoul zusätzlich.

Zahlen im Juli, Warnung bis 2027

Die nächste Bewährungsprobe kommt am 29. Juli 2026 mit den Quartalszahlen. Die Erwartungen sind hoch: Der Konsens rechnet mit einem Umsatzplus von über 260 Prozent im Jahresvergleich, getrieben von kräftigen Preissteigerungen bei DRAM und NAND-Flash.

Die Jahresperformance von 195,37 Prozent seit Januar bleibt außergewöhnlich stark, trotz eines Rückgangs von 24,89 Prozent über die letzten 30 Tage. CEO Kwak Noh-jung warnte kürzlich, dass Lieferengpässe bei KI-Speicherchips bis 2027 anhalten könnten. Die Produktionskapazitäten der gesamten Branche kommen dem Bedarf der großen Tech-Konzerne demnach weiterhin nicht hinterher.

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