SK Hynix Aktie: Die Speicher-Erholung!

Wolfe Research verweist auf bessere Speicherchippreise und möglichen freien Cashflow; zugleich einigte sich SK Hynix vorläufig mit der Gewerkschaft.

Die Kernpunkte:
  • Wolfe Research erhöht das Kursziel
  • Vorläufige Einigung mit der Gewerkschaft
  • Bonusanteile werden neu aufgeteilt
  • SK Hynix lehnt Stromvorauszahlung ab

Optimistische Prognosen für die Preisentwicklung im Speicherchipmarkt und betriebliche Einigungen bestimmen die Lage bei SK Hynix. Am Mittwoch bekräftigte das Analysehaus Wolfe Research seine Einstufung für den Chiphersteller mit „Outperform“ und hob das Kursziel von 200 $ auf 250 $ an.

Als wesentliche Treiber nannten die Analysten eine anhaltende Erholung der Preise für Speicherchips sowie die Aussicht auf einen potenziell beträchtlichen freien Cashflow.

Tarifabschluss beendet Phase der Unsicherheit

Neben den Marktperspektiven schaffte das Unternehmen zuletzt auf betrieblicher Ebene Klarheit. Am 16. September stimmte die südkoreanische Gewerkschaft von SK Hynix einer vorläufigen Vereinbarung mit dem Management zu. Damit endeten wochenlange Unsicherheiten über die Vergütungsstruktur der Beschäftigten.

Die überarbeitete Vereinbarung sieht eine veränderte Aufteilung bei den Bonuszahlungen vor. Der Baranteil an den Boni aus der Gewinnbeteiligung steigt von zuvor 40 Prozent auf die Hälfte. Im Gegenzug verringert sich der in Unternehmensaktien ausgezahlte Anteil von 60 Prozent auf 50 Prozent.

Hohe Infrastrukturforderung zurückgewiesen

Gleichzeitig wehrte SK Hynix erhebliche finanzielle Belastungen im heimischen Markt ab. Laut einem Parlamentsdokument lehnten SK Hynix und Samsung Electronics am 14. September einen Vorschlag der Korea Electric Power Corp ab. Der staatliche Energieversorger hatte eine Vorauszahlung in Höhe von 25 Billionen Won verlangt, um die Stromversorgung für geplante Halbleiter-Megacluster abzusichern.

Die Zurückweisung der Milliardenforderung schützt die Liquidität des Konzerns vor zusätzlichen Vorabkosten. Dies stützt die Erwartungen an eine solide Barmittelgenerierung, die auch in der Einschätzung von Wolfe Research als zentraler Faktor für den Konzern hervorgehoben wurde.

Strategische Optionen für den US-Markt

Parallel dazu lotet das Management Schritte für die internationale Fertigung aus. Vor gut einer Woche wurden Gespräche mit Intel über eine mögliche Fertigung von Speicherchips in den USA bekannt. Eine Entscheidung ist bislang nicht gefallen. SK Hynix stellte anschließend klar, dass hinsichtlich einer Zusammenarbeit mit konkret genannten Unternehmen nichts finalisiert worden sei.

Auch bei der Konzerntochter Solidigm stehen strategische Optionen im Raum. Vor über einem Monat teilte die Einheit mit, Schritte zur Stärkung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit zu prüfen. Laut Reuters zieht Solidigm eine Fabrik für NAND-Flash-Speicherchips in den USA in Erwägung, konkrete Pläne wurden hierfür bislang jedoch nicht bestätigt.

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