SK Hynix Aktie: HBM4-Start für Nvidia
SK Hynix beginnt mit der Serienfertigung des HBM4-Chips für Nvidia. Der Aktienkurs erholt sich leicht vom schweren Einbruch zu Wochenbeginn.

- Offizieller Start der HBM4-Massenproduktion
- Chips speziell für Nvidias KI-Plattform
- Aktie erholt sich nach 15-Prozent-Crash
- Politische Unterstützung für Kapazitätsausbau
Ein Kurssturz von über 15 Prozent an einem einzigen Tag, gefolgt von einer Erholung am nächsten. SK Hynix zeigt gerade, wie nervös der Markt auf den größten Chip-Deal des Jahres reagiert. Am Dienstag legte die Aktie 3,69 Prozent zu und stieg auf 1.913.000 Won.
Der Auslöser für den Sprung nach oben ist konkret: SK Hynix hat offiziell mit der Massenproduktion seines neuen KI-Speicherchips begonnen.
Massenproduktion für Nvidia startet
Seit dem 14. Juli 2026 fertigt SK Hynix den 12-Layer-Speicherchip HBM4 in Serie. Die Chips sind speziell für Nvidia bestimmt und haben die Qualitätszertifizierung durchlaufen. Sie sollen in Nvidias kommender KI-Plattform „Vera Rubin“ verbaut werden.
Frühere Lieferungen galten noch als Musterexemplare. Die aktuellen Chips entsprechen erstmals der finalen Produktspezifikation. Ab September will SK Hynix die Liefermengen deutlich hochfahren, um die Nachfrage nach High-End-Computerkomponenten zu bedienen.
Der Konzern hält derzeit einen Marktanteil von 56 bis 58 Prozent im globalen Markt für High Bandwidth Memory. Mit dem neuen Produktionszyklus will SK Hynix diese Führungsposition festigen.
Erholung nach dem Ausverkauf
Der Dienstag brachte Erleichterung nach einem schweren Wochenstart. Am Montag war die Seoul-notierte Aktie um 15,37 Prozent eingebrochen — der stärkste Tagesverlust seit fast 20 Jahren. Marktbeobachter führten den Ausverkauf auf Gewinnmitnahmen nach dem Nasdaq-Debüt zurück, verstärkt durch geopolitische Sorgen im Nahen Osten und eine Korrektur im Tech-Sektor.
Am 10. Juli hatte SK Hynix den größten US-Börsengang eines ausländischen Unternehmens abgeschlossen. Über American Depositary Receipts unter dem Ticker „SKHY“ sammelte der Konzern rund 26,5 Milliarden Dollar ein. Die ADRs sprangen zum Handelsstart zunächst um 13 Prozent, verloren die Dynamik aber schnell wieder.
Trotz des heutigen Kursplus bleibt die Aktie auf Wochensicht 13,08 Prozent im Minus. Zum 52-Wochen-Hoch von 2.987.000 Won, erreicht Ende Juni, fehlen noch 35,96 Prozent.
Politik erleichtert den Kapazitätsausbau
Parallel zur Produktionsnews bewegt sich auch die Politik. Südkoreas Regierungspartei hat Gesetzesänderungen vorgeschlagen, die Kapitalaufnahmen für strategische Industrien erleichtern sollen. SK Hynix könnte damit einfacher Joint Ventures mit externen Investoren für neue Fertigungsanlagen bilden — vorausgesetzt, der Konzern hält mindestens 50 Prozent der Anteile.
Die Erlöse aus dem Nasdaq-Listing sind bereits verplant. Sie fließen unter anderem in die erste Ausbauphase der Wafer-Fab im Yongin-Halbleitercluster und in die Packaging-Anlage P&T7 in Cheongju. SK Hynix und Samsung Electronics haben gemeinsam Investitionen von rund 800 Billionen Won zugesagt, um Südkoreas Position in der KI-Hardware-Lieferkette zu sichern.
Technisches Bild bleibt angespannt
Seit Jahresbeginn steht bei SK Hynix ein Plus von 183,14 Prozent — damit zählt der Titel weiter zu den stärksten Werten im Halbleitersektor. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 123,57 Prozent zeigt aber, wie heftig die Schwankungen im aktuellen KI-Zyklus ausfallen.
Der RSI liegt bei 40,7. Das deutet darauf hin, dass sich die Aktie von der überverkauften Zone nach der jüngsten Korrektur entfernt. Investoren richten den Blick nun auf die Hochlaufphase der HBM4-Produktion und den Übergang zu margenstärkerem DDR5-Speicher im allgemeinen DRAM-Markt.
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