SK Hynix Aktie: Icheon-Sorgen?
IBK erwartet für SK Hynix ein starkes drittes Quartal; ein US-Börsengang der Tochter Solidigm ist noch nicht entschieden.

- IBK hält an Kaufempfehlung fest
- Quartalsprognose: ₩95,8 Billionen Umsatz
- Gyeonggi fordert Abwasser-Grenzwerte
- Solidigm-Börsengang bleibt eine Option
Gestern bekräftigte das Analysehaus IBK Investment & Securities seine Kaufempfehlung für SK Hynix und bezifferte das Kursziel auf ₩4 Millionen. Für das dritte Quartal 2026 prognostizieren die Experten einen Umsatz von ₩95,8 Billionen und einen operativen Gewinn von ₩75,1 Billionen.
Die optimistische Haltung stützt sich auf die anhaltend hohe Nachfrage im Halbleitersektor. Trotz dieser positiven operativen Aussichten agieren viele Marktteilnehmer vorsichtig, da regulatorische Themen und strategische Fragen die Branche begleiten.
Im Handel spiegelt sich diese Zurückhaltung wider: Das Papier von SK Hynix verzeichnet heute ein Minus von 1,5 Prozent auf 1.697.000,00 KRW. Seit Jahresanfang steht für den Chiphersteller dennoch ein Kursplus von 161 Prozent zu Buche.
Behördliche Prüfung am Standort Icheon
Für Aufmerksamkeit sorgt ein Vorstoß der Provinzregierung von Gyeonggi. Die Regionalverwaltung wandte sich am Montag an die südkoreanische Zentralregierung mit der Bitte, verbindliche Grenzwerte für Chlor und Sulfat in Industrieabwässern festzulegen. Vorausgegangen waren Messungen flussabwärts des Werks von SK Hynix in Icheon. Dort lagen die festgestellten Konzentrationen über den Richtwerten der Welternährungsorganisation FAO.
Zugleich betonte die Provinzregierung, dass alle Parameter mit bestehenden nationalen Standards unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte lagen. Für das Unternehmen ergeben sich daraus vorerst keine betrieblichen Einschränkungen, doch rücken Umweltstandards in der Chipfertigung stärker in den behördlichen Fokus.
Strategische Optionen für Tochter Solidigm
Parallel dazu stehen Weichenstellungen bei der Tochtergesellschaft Solidigm im Raum. Laut Bloomberg wählte das Unternehmen Goldman Sachs und Morgan Stanley als führende Banken für einen potenziellen US-Börsengang im kommenden Jahr aus. Dieser Schritt könnte rund $10 Milliarden einbringen. Zudem befinde sich eine Finanzierungsrunde vor dem Börsengang im Abschluss.
SK Hynix stellte klar, dass über eine mögliche Notierung oder Finanzierung in den USA noch keine Entscheidung gefallen sei. Der Konzern prüfe Optionen unter Einbeziehung internen und externen Kapitals mit Blick auf den Unternehmenswert.
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