SK Hynix Aktie: Intel holt Seok-Hee Lee

Intel verpflichtet ehemaligen SK-Hynix-Chef für Chip-Verpackung. Die Aktie des Speicherherstellers erreicht neue Rekordhöhen.

Die Kernpunkte:
  • Intel engagiert Ex-SK-Hynix-Chef
  • Fokus auf KI-Speicher-Lieferkette
  • Aktie mit 308 Prozent Jahresplus
  • Überkauftes Papier vor US-Inflationsdaten

Intel holt einen prominenten Namen an Bord. Der US-Konzern hat den ehemaligen SK-Hynix-Chef Seok-Hee Lee verpflichtet. Er übernimmt die Leitung für fortschrittliches Chip-Packaging und Systemintegration. Das rückt die Lieferkette für KI-Speicherchips abrupt wieder ins Rampenlicht.

Fokus auf Chip-Verpackung

Lee berichtet künftig direkt an Intel-CEO Lip-Bu Tan. Intel gliedert das sogenannte Back-End-Packaging in einen eigenständigen Geschäftsbereich aus. Für Aktionäre von SK Hynix ist diese Personalie hochinteressant. Das Ziel: eine immer engere Verzahnung von Logikchips und Speicherbausteinen für KI-Beschleuniger.

Parallel dazu kursieren Berichte in der Branche. SK Hynix testet angeblich Intels EMIB-Verpackungstechnologie für die eigene Speicherintegration. Eine offizielle Bestätigung des südkoreanischen Konzerns steht aus. Dennoch befeuert die Personalie Spekulationen über eine engere Zusammenarbeit.

Extreme Kursgewinne

An der Börse jagt die Aktie von Rekord zu Rekord. Am Freitag schloss das Papier bei 2.764.000 Won. Das bedeutet ein Plus von fast drei Prozent zum Vortag. Seit Jahresbeginn steht ein massiver Gewinn von 308 Prozent auf der Kurstafel.

Die Euphorie rund um künstliche Intelligenz treibt die Papiere unaufhaltsam nach oben. Die Käufer zeigen bislang keine Ermüdungserscheinungen.

Der rasante Anstieg hinterlässt Spuren in den Indikatoren. Der Kurs notiert aktuell 59 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt. Ein RSI-Wert von über 73 signalisiert eine deutliche Überkauft-Situation.

Fundamentaldaten stützen die Rally

Hinter dem Kursfeuerwerk stehen reale Geschäftszahlen. Im abgelaufenen Quartal erwirtschaftete SK Hynix einen Umsatz von 52,5 Billionen Won. Der operative Gewinn lag bei 37,6 Billionen Won.

Das Unternehmen sitzt auf einer Nettoliquidität von 35 Billionen Won. Dieses Polster ist entscheidend. Der nächste Ausbauschritt für KI-Speicher und fortschrittliches Packaging verschlingt enorm viel Kapital.

Makrodaten aus Südkorea untermauern den Trend. In den ersten zehn Juni-Tagen sprangen die Halbleiterexporte des Landes um 205 Prozent nach oben. Sie machen mittlerweile fast 39 Prozent der gesamten südkoreanischen Ausfuhren aus.

Die neue Handelswoche wird zum Härtetest für die Aktie. Der enorme Abstand zu den gleitenden Durchschnitten macht das Papier anfällig für Gewinnmitnahmen. Am Donnerstag liefern neue US-Inflationsdaten wichtige Impulse für die Zinsmärkte. Fällt die Teuerung geringer aus als erwartet, könnte das den gesamten Halbleitersektor weiter antreiben.

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