SK Hynix Aktie: Microsoft überholt?

Am 23. April legt SK Hynix seine Quartalszahlen vor — und die Erwartungen sind außergewöhnlich hoch. Analysten prognostizieren einen Betriebsgewinn, der nicht nur neue Rekorde für das Unternehmen bedeuten würde, sondern SK Hynix in die Riege der profitabelsten Konzerne weltweit katapultieren könnte.
Gewinnprognosen auf historischem Niveau
Für das erste Quartal 2026 rechnen Analysten mehrerer koreanischer Brokerhäuser mit einem Betriebsgewinn von rund 40 Billionen Won — umgerechnet etwa 27 Milliarden US-Dollar. Die Schätzungen liegen eng beieinander: Heungkuk Securities erwartet 40,1 Billionen Won, Kiwoom Securities 40,3 Billionen Won, KB Securities 40,08 Billionen Won. Treiber sind steigende Speicherpreise und die anhaltend starke Nachfrage nach High-Bandwidth Memory (HBM) für KI-Anwendungen.
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Noch bemerkenswerter ist die erwartete Marge. Analysten gehen davon aus, dass SK Hynix eine operative Marge von 70 Prozent oder mehr erzielen könnte — nach 58 Prozent im Vorquartal. Zum Vergleich: TSMC, der Branchenmaßstab für Halbleiter-Profitabilität, erwartet für das erste Quartal eine Marge zwischen 54 und 56 Prozent. Der Abstand zwischen beiden Unternehmen könnte sich damit auf fast 20 Prozentpunkte ausweiten.
Für das Gesamtjahr prognostiziert KB Securities einen Betriebsgewinn von 251 Billionen Won — nach rund 47 Billionen Won im Vorjahr. Das wäre laut KB Securities mehr als Microsoft und Alphabet erwirtschaften und würde SK Hynix auf Platz vier der profitabelsten Unternehmen weltweit bringen.
HBM ausverkauft, neue Partnerschaften im Aufbau
Die Nachfrageseite bleibt angespannt. SK Hynix‘ HBM-Kapazitäten für 2026 sind praktisch vollständig ausgebucht, Großkunden sollen Vorauszahlungen geleistet haben, um sich Liefermengen zu sichern. Seit diesem Jahr liefert das Unternehmen zudem seine sechste HBM-Generation, HBM4, an wichtige Technologiekonzerne aus.
Parallel laufen Gespräche mit Google über einen langfristigen DRAM-Liefervertrag für HBM der nächsten Generation. Berichten zufolge wird eine Vertragslaufzeit von fünf Jahren diskutiert. Im NAND-Segment beginnt SK Hynix im April mit der Vollversorgung von Dell Technologies mit seinem 321-Schichten-QLC-NAND-Produkt.
Zölle als Risikofaktor — mit Grenzen
Makrorisiken durch mögliche US-Handelszölle sind präsent, dürften SK Hynix aber weniger hart treffen als andere Unternehmen. Zusammen mit Samsung kontrolliert SK Hynix rund 70 Prozent des globalen DRAM-Markts. Ohne ihr HBM könnten Kunden wie NVIDIA, Google und AMD keine leistungsstarken KI-Chips fertigen — ein strukturelles Druckmittel. Zusätzlich investiert SK Hynix knapp 3,9 Milliarden US-Dollar in eine HBM-Verpackungsanlage in West Lafayette, Indiana, was Analysten als gezielte Absicherung gegen Handelsmaßnahmen werten.
Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 52 Prozent zugelegt. Der Earnings-Termin am 23. April dürfte zeigen, ob die ambitionierten Prognosen der Realität standhalten.
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