SK Hynix Aktie: Milliardenregen aus Kioxia?

Erträge aus der Kioxia-Beteiligung könnten eine Ausschüttung finanzieren; SK Hynix hat sich noch nicht festgelegt.

Die Kernpunkte:
  • Rund 16 Billionen Won im Gespräch
  • Kioxia-Erträge als mögliche Finanzierungsquelle
  • Sonderdividende noch nicht beschlossen
  • Quartalszahlen am Mittwoch erwartet

SK Hynix erwägt offenbar eine der größten Sonderausschüttungen der Chipbranche. Rund 16 Billionen Won, umgerechnet etwa 12 Milliarden US-Dollar, stehen im Raum. Schon am Mittwoch könnte der Konzern mehr verraten.

Gewinne aus der Kioxia-Beteiligung

Nach Berichten südkoreanischer Medien prüft der Speicherchip-Hersteller eine Sonderdividende, finanziert aus Erträgen der Beteiligung am japanischen Konkurrenten Kioxia. Die Summe entspräche rund 80 Prozent der geschätzten 20 Billionen Won, die SK Hynix im ersten Halbjahr 2026 damit verdient haben soll. Angekündigt werden könnte sie zusammen mit den Zahlen zum dritten Quartal.

Entschieden ist nichts. Das Unternehmen erklärte, man prüfe verschiedene Möglichkeiten der Aktionärsrückgabe, habe sich aber nicht auf eine Sonderdividende festgelegt.

Die Wurzeln reichen ins Jahr 2018 zurück. Damals beteiligte sich SK Hynix an einem Konsortium unter Führung von Bain Capital, das Toshibas Speicherchip-Geschäft übernahm. Daraus entstand Kioxia, dessen Wert nach dem Börsengang in Tokio 2024 kräftig stieg. SK Hynix hält weiterhin Wandelanleihen, die an ein Vehikel mit rund 14 Prozent an Kioxia gekoppelt sind.

Schwieriges Marktumfeld

Der Zeitpunkt ist heikel. Anleger stellen die hohen Investitionen in KI-Infrastruktur zunehmend infrage, steigende Finanzierungskosten belasten die Branche. In Seoul gab der Leitindex Kospi am Montag um 1,46 Prozent nach, nachdem Goldman Sachs sein 12-Monats-Ziel für den Index von 12.000 auf 9.000 Punkte gesenkt hatte. Die Aktie von SK Hynix stieg zeitweise um bis zu 3 Prozent, gab die Gewinne aber wieder ab und schloss 0,16 Prozent tiefer.

Auch charttechnisch ist das Bild angeschlagen. Vom Hoch bei 1.935.000 Won hat der Kurs rund 39 Prozent eingebüßt. Zuletzt stabilisierte er sich bei etwa 1.284.000 Won, die Marke von 1.172.000 Won hielt als Unterstützung. Ein Hammer-Signal vom 22. Oktober deutet auf einen Abwehrversuch der Käufer hin, der Abwärtstrend bleibt aber intakt. Oberhalb liegt der Widerstand bei rund 1.381.000 Won.

Hinzu kommt, dass SK Hynix erst vergangene Woche den geplanten US-Börsengang der NAND-Tochter Solidigm abgesagt hat. Dieser sollte nach Berichten 10 bis 15 Milliarden US-Dollar einbringen.

Mittwoch als Termin

Am Mittwoch legt SK Hynix seine Zahlen zum dritten Quartal vor, am Donnerstag folgt Samsung Electronics. Dann dürfte klar werden, ob die Sonderdividende kommt. Fällt sie in der kolportierten Größenordnung aus, wäre sie ein starkes Signal an Aktionäre, die zuletzt unter dem Kursrückgang litten.

Anzeige

Stand heute, 26. Oktober: SK Hynix – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in SK Hynix investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 26. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

SK Hynix: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu SK Hynix