SK Hynix Aktie: Regulierer bremsen Hebel-ETFs

Nach heftigen Kursverlusten kündigt die Finanzaufsicht strengere Regeln für gehebelte Aktien-ETFs auf Samsung und SK Hynix an.

Die Kernpunkte:
  • KOSPI erlebt zeitweise Einbruch von 7,6 Prozent
  • FSC plant strengere Regulierung von Hebel-ETFs
  • Barclays startet SK Hynix ADR mit Overweight-Rating
  • Quartalszahlen von SK Hynix am 22. Juli erwartet

Ein zweistelliger Kursverlust an einem einzigen Handelstag reicht offenbar aus, um die südkoreanische Finanzaufsicht zum Handeln zu zwingen. Nach dem heftigsten Ausverkauf seit Wochen kündigte die Financial Services Commission (FSC) an, gehebelte Single-Stock-ETFs auf Samsung Electronics und SK Hynix stärker zu regulieren. Konkrete Maßnahmen stehen noch aus — Finanzministerium, Notenbank und Aufsicht berieten sich am Donnerstag in einem eigens angesetzten Treffen.

Ausverkauf trifft Seouls Schwergewichte

Der KOSPI brach am Donnerstag zeitweise um bis zu 7,6 Prozent ein, SK Hynix und Samsung Electronics verloren zeitweise jeweils mehr als 9 Prozent. Die südkoreanische Börse aktivierte bereits früh im Handel einen sogenannten Sidecar, der Programm-Verkaufsorders für fünf Minuten aussetzte — der 19. dieser Art in diesem Jahr. Ein vollständiger Circuit Breaker, der bei einem Indexrückgang von 8 Prozent greift, blieb knapp aus.

Der Rückschlag kommt nach einem beispiellosen Lauf: Der Index hatte sich seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt und markierte im Juni ein Rekordhoch, bevor er in einen Bärenmarkt drehte. Auslöser der aktuellen Verkaufswelle waren ein Ausverkauf bei US-Chipherstellern über Nacht sowie neue geopolitische Spannungen rund um die Straße von Hormus.

Hebelprodukte als Verstärker

Im Zentrum der Aufsichtsdebatte stehen ETFs, die erst vor rund zwei Monaten gestartet sind und die tägliche Rendite von Samsung und SK Hynix verdoppeln sollen. Marktteilnehmer machen vor allem die Umschichtungen am Handelsende dafür verantwortlich, dass sich Kursbewegungen in beide Richtungen verstärken. Zusammen mit den beiden zugrunde liegenden Aktien sollen diese Hebelprodukte inzwischen mehr als 70 Prozent des gesamten Handelsvolumens am 4,1 Billionen Dollar schweren südkoreanischen Aktienmarkt ausmachen.

Im Gespräch sind eine Anhebung der Mindestanlagesumme von aktuell 10 Millionen Won sowie eine Streckung der Rebalancing-Trades über den gesamten Handelstag, statt sie zum Handelsschluss zu bündeln. Ein komplettes Handelsverbot gilt als unwahrscheinlich — Beobachter rechnen eher mit schärferen Eignungsprüfungen für Anleger.

Nasdaq-Debüt bleibt im Fokus

Parallel zur Regulierungsdebatte sorgt SK Hynix mit seinem jüngsten ADR-Listing weiter für Gesprächsstoff. Barclays hat die Papiere mit „Overweight“ und einem Kursziel von 330 US-Dollar in die Bewertung aufgenommen, bei einem Ausgangskurs von 167 US-Dollar. Das ADR fiel im nachbörslichen US-Handel bereits deutlich, bevor die Schwäche auf Seoul überschwappte.

Am 22. Juli legt SK Hynix Quartalszahlen vor. Bis dahin dürfte die Diskussion um Hebelprodukte und Marktstabilität die Kursbewegungen des Speicherchip-Herstellers mindestens ebenso stark prägen wie die eigentliche Geschäftsentwicklung.

Anzeige

SK Hynix-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SK Hynix-Analyse vom 16. Juli liefert die Antwort:

Die neusten SK Hynix-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SK Hynix-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SK Hynix: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu SK Hynix