SK Hynix Aktie: Rekordgewinn beruhigt KI-Skeptiker

SK Hynix steigerte Umsatz und operatives Ergebnis im dritten Quartal deutlich; Rückkäufe und Dividenden sind beschlossen oder in Aussicht gestellt.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz vervierfachte sich zum Vorjahr
  • Operativer Gewinn stieg um gut 37 Prozent
  • Verwaltungsrat genehmigte 14 Billionen Won Dividende
  • Unternehmen beschloss Aktienrückkäufe über 20 Billionen Won

Die Sorge vor einer KI-Blase hat an diesem Mittwoch einen Dämpfer bekommen. Die Quartalszahlen von SK Hynix fielen so stark aus, dass der gesamte koreanische Markt nach oben sprang. Der Leitindex Kospi legte um mehr als 6 Prozent zu, die Aktie des Speicherchipherstellers schloss gut 10 Prozent im Plus.

Rekord bei Umsatz und operativem Gewinn

Im dritten Quartal erlöste der Konzern 104,62 Billionen Won, gut das Vierfache des Vorjahreswerts. Analysten hatten mit rund 98 Billionen gerechnet. Das operative Ergebnis erreichte 83,33 Billionen Won, die operative Marge lag damit bei etwa 80 Prozent.

Gegenüber dem Vorquartal wuchs der Umsatz um knapp ein Drittel, der operative Gewinn um gut 37 Prozent. Treiber sind Hochleistungsspeicher (HBM) für KI-Rechenzentren, bei denen Nvidia zu den wichtigsten Kunden zählt. Hinzu kommen deutlich höhere Preise für herkömmliche Speicherchips: Die durchschnittlichen DRAM-Verkaufspreise stiegen gegenüber dem Vorquartal um knapp 30 Prozent.

Ein Wermutstropfen bleibt. Der Nettogewinn von rund 39,5 Billionen Won blieb Marktdaten zufolge hinter der Konsensschätzung zurück. Die Anleger störte das kaum.

Dividenden und Rückkäufe in Rekordhöhe

Für das laufende Jahr stellt SK Hynix Aktionären rund 100 Billionen Won in Aussicht, mindestens 30 Billionen als Dividende, mindestens 60 Billionen für Rückkäufe und Einziehung eigener Aktien. Der Verwaltungsrat genehmigte für das dritte Quartal eine Dividende von 14 Billionen Won.

Darin steckt eine Sonderausschüttung, die aus Erträgen der Kioxia-Beteiligung stammt. Zusätzlich beschloss das Unternehmen Rückkäufe über 20 Billionen Won. Die Hälfte der Aktien soll eingezogen werden, der Rest dient der Mitarbeitervergütung.

Das Management rechnet damit, dass die Nachfrage nach Speicherchips das Angebot bis 2030 übersteigt. Umsatz und Ergebnis sollen in den kommenden Quartalen weiter steigen.

Ausstrahlung auf die Branche

Die Zahlen wirkten über Korea hinaus. Samsung Electronics gewann rund 9 Prozent, Kioxia in Tokio fast 14 Prozent. Auch chinesische Chipwerte wie SMIC und Hua Hong legten kräftig zu. Analyst Josh Gilbert von eToro sieht die Befürchtung entkräftet, dass die KI-Ausgaben aus dem Ruder laufen.

Die Aktie notiert bei rund 1,49 Millionen Won. Vom Rekordhoch von etwas mehr als 3 Millionen Won ist sie damit weit entfernt, seit Ende 2025 hat sie sich dennoch mehr als verdoppelt. Der nächste Prüfstein ist der US-Zinsentscheid am späten Mittwoch, auf den die Märkte in der Region ebenfalls warten.

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